Technik

Drogenkartell Los Zetas knickt ein Anonymous presst Hacker frei

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Ein Screenshot aus dem Video, in dem ein Mitglied der Hacker-Gruppe Anonymous Drohungen gegen das mexikanische Zeta-Drogenkartell öffentlich gemacht hatte.

(Foto: dapd)

Die "Operation Cartel" sorgte im Vorfeld für viel Unruhe beim Hacker-Kollektiv Anonymous. Zu gefährlich sei das Vorgehen gegen die mexikanische Drogenbande Los Zetas. Doch offenbar tragen die Hacker einen Erfolg davon: Das Kartell lässt ein entführtes Anonymous-Mitglied frei.

Die Drohungen der Hackergruppe Anonymous haben offenbar gewirkt: Das berüchtigte mexikanische Drogenkartell Los Zetas hat laut einem Fernsehbericht ein zuvor entführtes Anonymous-Mitglied freigelassen. Die Hacker hatten eine Frist zur Freilassung des Mexikaners bis zum gesetzt, andernfalls wollten sie Details über die kriminellen Machenschaften der Drogenbande veröffentlichen, berichtete der mexikanische Sender Televisa. Dem Bericht zufolge verkündete ein Anonymous-Mitglied die Freilassung über den Kurznachrichtendienst Twitter.

Die mexikanischen Behörden äußerten sich nicht zu dem Fall und hatten bereits zuvor erklärt, keine Bestätigung für die Entführung des Hackers zu haben. Die US-Sicherheitsberatungsfirma Stratfor hatte Anfang Oktober ein Video veröffentlicht, in dem ein maskiertes mutmaßliches Anonymous-Mitglied mit der Veröffentlichung der Machenschaften der Zetas droht, wenn sein Kollege nicht freigelassen werde.

Die Zetas gehören zu den mächtigsten und brutalsten Drogenkartellen in Mexiko. Seit die Regierung den Drogenbanden im Jahr 2006 den Kampf angesagt hatte, kamen im mexikanischen Drogenkrieg schätzungsweise mehr als 45.000 Menschen ums Leben.

Quelle: ntv.de, AFP

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