Technik

"4G"-Werbung verschwindet Apple ändert iPad-Seite

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Apple hat seine Werbung an die deutsche Realität angepasst.

(Foto: Screenshots)

Kurz bevor das neue iPad in den Verkauf geht, schreibt Apple die Webseite des Tablet-Rechners um. Die irreführende Werbung mit LTE verschwindet und in der Fußnote steht jetzt ein deutlicher Hinweis, dass das iPad in Deutschland den neuen Mobilfunkstandard nicht nutzen kann.

Wie n-tv.de bereits vermutet hatte, hat Apple reagiert und von der Webseite des neuen iPad  die Werbung mit dem ultraschnellen Mobilfunkstandard LTE entfernt. Das große "4G" wurde durch ein Netzwerk-Icon ersetzt. Zwar steht in der Beschreibung immer noch " Das neue iPad unterstützt schnelle Datennetze auf der ganzen Welt – bis zu 4G LTE." Doch in der Fußnote macht Apple jetzt klar, dass das Modul seines Tablet-Rechners deutsche Frequenzen nicht nutzen kann. "4G LTE wird nur in den Netzen von AT&T und Verizon in den USA und in den Netzen von Bell, Rogers und Telus in Kanada unterstützt", schreibt Apple.

Apples Reaktion auf die - berechtigte - Kritik ist begrüßenswert, auch wenn sie etwas spät erfolgt. Am grandiosen Erfolg des neuen iPads auch in Deutschland ändert sich durch die Einschränkung sicher nichts. Auch die große Nachfrage nach den Modellen mit SIM-Karten-Einschub dürfte kaum nachlassen. Denn wahrscheinlich hätten die wenigsten deutschen iPad-Käufer LTE nutzen können oder wollen.

Bisher steht der ultraschnelle Mobilfunkstandard nämlich erst in einigen ländlichen Gebieten und wenigen Städten zur Verfügung. Und selbst wenn man in einem LTE-Gebiet wohnt, muss man sehr tief in die Tasche greifen, möchte man tatsächlich richtig schnell durchs Internet surfen. Bei Vodafone beispielsweise kostet eine Telefon-Flatrate mit 15 Gigabyte Highspeedvolumen bei bis zu 21,6 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) 50 Euro im Monat.

Mit DC-HSDPA erreicht das iPad theoretisch 42 Mbit/s. Dafür verlangt aber beispielsweise die Telekom auch 75 Euro im Monat. Wer mit 21,6 Mbit/s zufrieden ist, zahlt immerhin noch 55 Euro. Bei solchen Preisen dürften die meisten Nutzer auf absehbare Zeit Tarife mit HSDPA-Geschwindigkeiten bis zu 7,2 Mbit/s wählen. Pakete mit 1 Gigabyte Datenvolumen gibt es hier bereits ab 10 Euro.

Quelle: ntv.de, kwe