Technik

Stromschlag beim Telefonieren Apple untersucht Todesfall

Ein Frau kommt in China durch einen Stromschlag ums Leben - angeblich verursacht durch ihr Handy, ein iPhone 5. Apple will den Fall umgehend prüfen. Dass der Akku den Stromschlag verursacht hat, ist allerdings sehr unwahrscheinlich.

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Die Frau habe ein handelsübliches Ladekabel genutzt, teilte die Familie mit.

(Foto: Apple)

Angeblich hat eine junge Frau in China beim Benutzen ihres iPhone 5 einen tödlichen Stromschlag erlitten. Apple will die Vorwürfe untersuchen. "Wir sind sehr traurig, von dem tragischen Vorfall erfahren zu haben und bekunden unser Beileid", teilte das Unternehmen mit. Die chinesische  Nachrichtenagentur Xinhua hatte von dem Fall berichtet, den die Schwester der Verstorbenen öffentlich gemacht hatte.

Demnach wollte die 23-Jährige einen Anruf entgegennehmen, während ihr Handy zum Laden an der Steckdose hing. Dabei habe sie der tödliche Stromschlag getroffen. Die Polizei in der westchinesischen Provinz Xinjiang bestätigte gegenüber Xinhua zwar, dass die junge Frau an einem elektrischen Schlag gestorben sei. Allerdings sei nicht klar, ob das Smartphone damit etwas zu tun hatte, das die Frau im Dezember 2012 gekauft hatte. 

Gefährliche Verbindung zur Steckdose

In einem weiteren Bericht warnte Xinhua davor, Mobiltelefone zu benutzen, während sie an der Steckdose aufgeladen werden. Nach Angaben der chinesischen Verbrauchervereinigung sei bereits 2010 ein Mann in Nordchina gestorben, nachdem er mit seinem Handy während des Aufladens telefonierte.

Dass der Fehler beim iPhone selbst lag, ist unwahrscheinlich. Für einen tödlichen Stromschlag wäre die Spannung eines Lithium-Ionen-Akkus kaum ausreichend. Wahrscheinlicher ist es, dass die Gefahr beim Ladegerät lag. Möglicherweise hat ein Kurzschluss den tödlichen Unfall verursacht. Schadensersatz von Apple hat die Familie der Verstorbenen bislang nicht gefordert.

Apple war bereits im März in China heftig in die Kritik geraten. Das Staatsfernsehen CCTV hatte zum Weltverbrauchertag den Handy- und Computerkonzern wegen angeblicher Mängel im Kundenservice angegriffen. Chinesische Kunden beklagten, dass sie in den Garantieverfahren im Vergleich zu anderen Ländern schlechter behandelt würden. Apple-Chef Tim Cook entschuldigte sich daraufhin öffentlich. Ein "Mangel an Kommunikation" habe den Eindruck erweckt, dass sein Unternehmen "arrogant" sei und die Meinung seiner Kunden nicht zu schätzen wisse.

Quelle: n-tv.de, ino/dpa

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