Technik
Gut jeder vierte Smartphone-Nutzer meldete in den vergangenen zwölf Monaten einen Sicherheitsvorfall.
Gut jeder vierte Smartphone-Nutzer meldete in den vergangenen zwölf Monaten einen Sicherheitsvorfall.(Foto: picture alliance / dpa)
Donnerstag, 13. Oktober 2016

Hacker greifen Smartphones an: Cyberkriminalität erwischt jeden Zweiten

Virenangriffe, Online-Betrug, Erpressung: Cyberkriminalität betrifft knapp die Hälfte aller Internetnutzer. Zunehmend sind auch Smartphone-Nutzer betroffen. Gleichzeitig wehren sich immer mehr Menschen.

Video

In Deutschland sind in den vergangenen zwölf Monaten 47 Prozent der Internetnutzer Opfer von Cyberkriminalität geworden. Das ergab eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1000 Nutzern. "Jahr für Jahr ist etwa die Hälfte der Nutzer mit kriminellen Vorfällen im Internet konfrontiert", sagt Bitkom-Präsidiumsmitglied Winfried Holz. Fast jeder zweite Betroffene habe dabei einen finanziellen Schaden erlitten - etwa weil Hard- und Software ersetzt werden musste, Leistungen nicht erbracht oder illegale Transaktionen durchgeführt wurden.

Häufigstes Delikt sind Schadprogramme, mit denen Nutzerdaten ausspioniert werden können. Auch sogenannte Ransomware ist weit verbreitet, die den Zugang zum Computer versperrt und erst gegen Zahlung eines Lösegelds wieder freigibt.

19 Prozent schützen ihre Daten

Zunehmend ins Visier krimineller Hacker geraten der Untersuchung zufolge Mobilgeräte. Gut jeder vierte Smartphone-Nutzer meldete in den vergangenen zwölf Monaten einen Sicherheitsvorfall. Mit manipulierten Apps könnten Nutzer ausspioniert, aggressive Werbung angezeigt oder der Zugang zu den Geräten versperrt werden, hieß es.

Um sich zu schützen, verschlüsseln immer mehr Internetnutzer ihre Daten. 19 Prozent würden ihre E-Mails und 14 Prozent ihre Dateien schützen, hat Bitkom ermittelt. 2013 waren es nur 6 Prozent beziehungsweise 8 Prozent. "NSA-Affäre, Hacker-Angriffe und Phishing-Wellen zeigen Wirkung", sagt Holz. "Die Verwendung spezieller Sicherheitstechnologien steigt an." Allerdings bewege sich die Nutzung von Verschlüsselungsverfahren auf niedrigem Niveau. Jeder neunte Nutzer könne zu der Frage, welche Sicherheitstechnologien er verwendet, keine Angaben machen.

Quelle: n-tv.de