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Donnerstag, 20. Februar 2014

Viele verschlüsselt und kostenlos: Das sind die Alternativen zu Whatsapp

Von Klaus Wedekind

Whatsapp wird von Facebook geschluckt. Wer jetzt ein ungutes Gefühl bekommt - Stichwort NSA -, für den gibt es einige Alternativen. Manche haben Vorteile, und alle einen Nachteil gemeinsam.

Threema setzt auf Datensicherheit.
Threema setzt auf Datensicherheit.(Foto: n-tv.de)

Man kann es aber versuchen, vor allem, wenn man nur einen kleinen Freundeskreis erreichen möchte. Hier eine Auswahl: Die größten Chancen, gegen Whatsapp zu bestehen, hat derzeit vielleicht Threema, das durch zahlreiche Berichte bekannt genug ist. Die Übertragung ist durchgehend verschlüsselt und auch der Betreiber kann Nachrichten nicht lesen, gibt er selbst an. Nutzer können festlegen, ob Kontakte automatisch oder manuell abgeglichen werden, außerdem sind die Server des Anbieters in der Schweiz. Die App kostet einmalig 1,60 Euro - im Gegensatz zu den anderen Alternativen, die gratis sind. Der Funktionsumfang ist bei Threema etwas kleiner als bei Whatsapp.

Auch beim Blackberry Messenger BBM ist die Übertragung durchgehend verschlüsselt. Der Dienst ähnelt Whatsapp optisch und der Funktionalität nach sehr, lediglich Sprachnachrichten sind nicht möglich. Gegen BBM spricht eventuell, dass die NSA vermutlich bei Blackberrys Verschlüsselung ihre Hände im Spiel hat.

Ohne Telefonnummern funktioniert Googles kostenloses Hangouts. Es ist auf Android-Geräten bereits vorinstalliert und ersetzt dort auf Wunsch auch die SMS-App. Der Messenger bietet viele Funktionen, man muss aber akzeptieren, dass Google die Nachrichten scannt, um seine Werbung zu optimieren.

Asien textet oft anders

Der vielfältige indische Messenger Hike ist in Asien relativ populär, das Unternehmen hat kürzlich bekannt gegeben, 20 Millionen Nutzer zu haben. Hierzulande ist seine Verbreitung allerdings nicht groß und außer einer verschlüsselten Übertragung bietet der Dienst kaum Sicherheitsvorteile gegenüber Whatsapp.

In Sachen Verbreitung ist Line der größte Whatsapp-Konkurrent, die meisten der fast 80 Millionen Nutzer des japanischen Dienstes leben allerdings ebenfalls in Asien. Die Android-App soll aber auch in der Schweiz die meistgeladene Anwendung sein. Line bietet sehr viele Funktionen, darunter auch Video-Gespräche.

Nicht nur Besitzer eines Samsung-Smartphones können Chaton nutzen. Der etwas verspielte, aber sonst sehr gelungene Messenger ist auch in anderen App-Stores erhältlich. Obwohl er sehr viel zu bieten hat und schon seit einiger Zeit gegen Whatsapp antritt, fehlen ihm aber bisher die großen Nutzerzahlen zum Durchbruch.

Quelle: n-tv.de

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