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Auch Gratis-Software findet alles Der beste Schutz für Windows 7

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Die guten Hacker entwickeln Software, die gegen die Angriffe der bösen Hacker schützt.

(Foto: REUTERS)

AV-Test prüft 22 Virenschutz-Programme für Windows 7. Wirklich schlecht ist nur eines, den Sieg teilen sich zwei Lösungen, auch ein kostenloser Wächter überzeugt. Ein zuvor erfolgreiches Produkt fliegt aus dem Test, weil sein Hersteller beim Schummeln erwischt wurde.

Laut "Statista" ist Windows 7 nach wie vor das mit Abstand führende Computerbetriebssystem, es läuft auch in Deutschland noch auf rund der Hälfte aller Rechner. Sie alle benötigen eine gute Antiviren-Software, denn auch bei kriminellen Hackern ist Microsofts erfolgreiches Betriebssystem beliebt. Das unabhängige Institut AV-Test hat 22 aktuelle Virenschutz-Programme getestet. Sie mussten im März und April 2015 ihre Fähigkeiten in den Einzeldisziplinen "Schutzwirkung", "Systembelastung" und "Benutzbarkeit" (Fehlalarme) unter Beweis stellen.

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Viele Programme zeigen eine gute Schutzwirkung, größere Unterschiede gibt es aber bei der Systembelastung und den ausgelösten Fehlalarmen.

(Foto: AV-Test)

Grundsätzlich waren die Tester mit den Leistungen fast aller Virenwächter zufrieden, bei der Erkennung von Angriffen erreichten die meisten Produkte ein gutes bis akzeptables Niveau. Im Schnitt wurden etwa 96 bis 97 Prozent aller Zero-Day-Angriffe abgewehrt, bei denen Angreifer Lücken in Windows 7 ausnutzen, die noch nicht durch ein Sicherheitsupdate geschlossen sind. Lediglich Microsofts kostenloser Schutz Security Essentials schrammte mit 0,5 Punkten in dieser Disziplin knapp am Totalversagen vorbei. Keine gute Leistung bei der Erkennung bot auch ThreatTrack Vipre mit drei von sechs möglichen Punkten.

Gratis-Schutz wehrt alle Angriffe ab

Den Testsieg teilen sich Bitdefender Internet Security 2015 und Kaspersky Internet Security 2015. Sie erreichten in allen drei Teildisziplinen die volle Punktzahl. Fast ebenso gut sind Avira Antivirus Pro und Checkpoint ZoneAlarm Extreme Security 2015 mit jeweils 17,5 Punkten, die nur leicht den Computer ausbremsten. Bestnoten bei der Erkennung von Schad-Programmen erhielten auch Symantec Norton Security, Trend Micro Internet Security, F-Secure Internet Security und Ahnlab V3 Internet Security. Sie belasten das System ein wenig mehr und/oder leisteten sich Fehlalarme.

Auch das kostenlose Panda Free Antivirus 2015 zeigte keine Schwäche bei der Schutzwirkung und ließ mit einer hundertprozentigen Erkennungsrate viele kostenpflichtige Programme hinter sich. Nutzer müssen lediglich etwas stärkere Geschwindigkeitseinbußen hinnehmen und den einen oder anderen Fehlalarm wegklicken.

Der in früheren Tests hervorragend beurteilte Gratis-Virenschutz von Qihoo 360 wurde von AV-Test nicht mehr berücksichtigt. Der chinesische Hersteller soll für die Tests die Konfiguration seiner Software geändert haben, um bessere Resultate zu erzielen. Zusammen mit AV-Comparatives und Virus Bulletin entzog AV-Test Qihoo 360 auch alle verliehenen Zertifikate.

Quelle: n-tv.de, kwe

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