Technik

Weniger Pleiten Dotcoms sterben langsamer

Ein Ende des Dotcom-Sterbens ist möglicherweise in Sicht. Die Zahl der geschlossenen Internet-Firmen in der ersten Hälfte diesen Jahres verringerte sich im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr um 73 Prozent. In den letzten sechs Monaten schlossen mindestens 93 Firmen ihre Pforten. Ein Jahr zuvor waren es noch 345, geben die Marktforscher von Webmergers.com an.

Die Firma führt schon seit 2000 Buch über die "Todcoms". 862 Firmen verpufften seitdem im Internet-Hype. 43 Prozent davon waren E-Commerce-Firmen, viele davon mit dem Schwerpunkt Business-to-Consumer. Ein Viertel scheiterte daran, Content zu Geld zu machen. Internet-Provider und Service-Firmen machen 16 Prozent aus.

Mausoleum für Dotcoms

In den letzten zwei Monaten dominierten Content-Provider und Infrastruktur-Firmen. Immerhin: Seit einem halben Jahr werden monatlich nur noch unter zwanzig Internet-Firmen geschlossen. Damit die Firmen, die mit Hilfe von Powerpoint-Präsentationen Millionen in den Sand setzten, nicht völlig in Vergessenheit geraten, erhalten sie nun eine Art Mausoleum der Dotcoms.

Das Projekt businessplanarchive.org sammelt die Businesspläne der gestrandeten Internet-Firmen. Nach dem Motto "Help future generations learn from your past experience", fordern die Initiatoren dazu auf, gescheiterte und - so vorhanden - erfolgreiche Geschäftsideen von Dotcoms einzusenden.

Quelle: ntv.de

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