Technik
Dienstag, 05. Januar 2010

Nexus One: Google zeigt sein Handy

Kunden hierzulande müssen sich noch etwas gedulden, bevor sie mit dem "Nexus One" getauften Smartphone telefonieren können.
Kunden hierzulande müssen sich noch etwas gedulden, bevor sie mit dem "Nexus One" getauften Smartphone telefonieren können.

Google macht ernst und greift mit einem eigenen Smartphone auf dem Handy-Markt an: Der Internetriese stellte sein Mobiltelefon mit dem Namen Nexus One im Test vor. Der US-Konzern will mit dem Schritt neue Einnahmequellen erschließen und erstmals Hardware direkt an Endkunden verkaufen. Das "Nexus One" ist mit der neuesten 2.1-Version des Google-Betriebssystems Android und einem ein Gigahertz schnellen Snapdragon-Prozessor ausgestattet. Das Telefon hat einen 9,4 Zentimeter großen Touchscreen, ist 11,5 mm dick und hat ein Gewicht von 130 Gramm.

Das in enger Zusammenarbeit mit dem taiwanesischen Handyhersteller HTC entstandene Gerät ist mit dem Navigationssystem GPS ausgerüstet und verfügt über eine Sprachsteuerung, Wlan, einen Trackball sowie eine 5-Megapixel-Digitalkamera. Konkurrieren wird es unter anderem mit dem iPhone von Apple und dem BlackBerry von Research in Motion.

Vertrieben wird das "Nexus One" über einen Google-eigenen Online-Shop, der zunächst in den USA und testweise in Großbritannien, Singapur und Hongkong startet. In den USA sollen sich Verizon Wireless und in Europa Vodafone dem Shop anschließen. Exklusivpartner in den USA ist T-Mobile USA, die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom. Mit T-Mobile USA-Vertrag ist das Gerät für 179 Dollar zu haben, ansonsten kostet es 529 Dollar.

Experten gehen davon aus, dass Google mit dem Einstieg in den Handy-Markt eher seine Position im Markt für mobile Werbung ausbauen will als ein großer Handy-Anbieter zu werden. "Ich glaube nicht, dass sie eine Million von den Geräten verkaufen wollen", sagte UBS-Analyst Brian Pitz. Zudem dürfte Google auch nach mehr Kontrolle über Design und Entwicklung neuer Geräte streben, um in diesem Bereich nicht von Partnern abhängig zu sein.

 

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Quelle: n-tv.de