Technik

K8 und K10 für wenig Geld LGs Mittelklasse-Duo hat Ausdauer

lg-k8-k10-1.jpg

Das LG K10 und das LG K8 haben eine Rückseite aus Kunststoff.

(Foto: jwa)

Mit dem K8 und dem K10 hat LG zwei ordentliche Mittelklasse-Geräte vorgestellt. Sie können alles, was ein Smartphone drauf haben muss - und noch ein bisschen mehr.

Beim Mobile World Congress in Barcelona waren nicht nur neue High-End-Smartphones wie das Huawei P10, das LG G6 oder Sonys Xperia XZ Premium zu sehen. Mit Lenovos Moto-G5-Duo oder den drei neuen Smartphones von Nokia gab's auch Neuheiten für den kleineren Geldbeutel. Auch LG brachte zur Messe zwei Mittelklasse-Smartphones mit. Das K8 und das K10 wurden bereits auf der CES 2017 vorgestellt, in Barcelona verteilte LG Testgeräte. n-tv.de hat die Mittelklasse-Smartphones ausprobiert.

Praktischer Home-Button

lg-k8-k10-3.jpg

Beim K8 und K10 ist vorne viel Platz fürs Display.

(Foto: jwa)

Als LG mit dem G2 den Home-Button von der Vorderseite auf den Geräterücken verlegte, war das ein mutiger Schritt, der Hersteller wagte sich in neues Terrain vor. Inzwischen ist der rückseitige Home-Button nicht mehr neu, Googles Pixel und einige Huawei- und Honor-Geräte haben das Design übernommen, LG stattet längst auch seine Mittelklasse entsprechend aus. Das Konzept weiß immer noch zu überzeugen, denn so bleibt an der Front viel Platz fürs Display. Und wenn das Handy auf dem Tisch liegt? Dafür hat LG das Anklopfen eingeführt: Zweimal Tippen schaltet das Display an und auch wieder aus.

Das ist praktisch und auch ein Grund dafür, weshalb das K8 mit 5-Zoll-Display und das K10 mit 5,3-Zoll-Screen angenehm zu handhaben sind. Beide haben die Taste auf dem Rücken, auch wenn sie beim größeren K10 etwas zu klein ausfällt. Komfortabler ist aber die Bedienung per Doppeltipp aufs Frontglas, zumal sie keinen Finger-Scanner an Bord haben, sondern per Wischmuster, PIN oder Passwort entsperrt werden müssen.

Großzügiger Akku

lg-k8-k10-2.jpg

Die Rückabdeckung lässt sich beim K8 und K10 abnehmen.

(Foto: jwa)

Das Displayglas beider K-Modelle ist an den Rändern leicht gewölbt, Platz wird nicht verschwendet, auch wenn die Ränder um den Bildschirm bei aktuellen Top-Modellen deutlich schmaler sind. Die Auflösung ist mit 1260 x 720 Pixeln bei beiden Modellen der Mittelklasse entsprechend und ausreichend hoch für eine scharfe Darstellung. Mehr Pixel würden zudem den Akku stärker beanspruchen. Der fällt beim K10 mit 2800 Milliamperestunden (mAh) großzügig aus, das K8 hat mit 2500 mAh ebenfalls ausreichend Reserven. Inzwischen eine Besonderheit: Die Batterien können im Handumdrehen ausgetauscht werden, die Rückabdeckungen aus biegsamem Kunststoff lassen sich leicht abnehmen.

Die Benutzeroberfläche ist ansprechend und modern, auf Wunsch bietet LG eine moderne Ansicht ohne App-Schublade wie bei iPhones oder Huawei-Smartphones. Die Basis aus Android 7.0 hat LG mit einigen Software-Extras angereichert, die schon länger zur Standard-Ausstattung der Koreaner gehören. So können Nutzer zum Beispiel die Anordnung der Navigationstasten ändern. Eine Notiz-App ist durch Doppeltipp auf die Lauter-Taste direkt erreichbar, die Kamera startet per Doppeltipp auf die Leiser-Taste. Auch ein Augenschon-Modus ist mit an Bord, der die Blauanteile der Anzeige reduziert.

Ordentliche Kameras

Die Leistung ist bei beiden Geräten ausreichend für den Alltagseinsatz, die Benutzeroberfläche reagiert weitgehend ruckelfrei, Apps starten zügig, die Kamera arbeitet recht flott, ohne die blitzschnelle Fokussierung der High-End-Geschwister wie G5 oder G6 zu erreichen. Extras wie die Doppel-Kamera der teuren G-Modelle haben K8 und K10 nicht. Das K10 hat aber eine 5-Megapixel-Frontkamera, die bei Bedarf auf 120-Grad-Weitwinkel umschaltet, zum Beispiel für Gruppen-Selfies - ein nettes Extra. Beide machen mit der Hauptkamera ansprechende Fotos mit 13 Megapixeln, die aber besonders in Innenräumen mit nicht ganz optimalem Licht etwas verrauscht und unscharf erscheinen.

Mit dem K8 und dem K10 hat LG zwei ordentliche Geräte für den schmalen Geldbeutel im Angebot, die aber auf harte Konkurrenz treffen. Motorola hat mit seinen G5-Modellen ähnlich augestattete Smartphones im Angebot, die durch pures Android und Fingerabdruck-Scanner punkten. Und mit dem Nokia 3, 5 und 6 gibt es gleich drei weitere Konkurrenten, die teils mit Metallgehäuse ausgestattet sind und ähnliche Kampfpreise aufrufen. Bleibt also abzuwarten, wie sich LGs Mittelklasse-Familie am Markt behaupten kann. Immerhin: Das K8 kostet aktuell rund 160 Euro, das K10 ist ab 210 Euro zu haben, und Schnellentschlossene bekommen einen 30-Euro-Gutschein von mydays.de, wenn sie bis zum 30. März zugreifen.

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema