Technik

Urteil im Arzneimittelversand Landgericht untersagt Doc Morris Auslieferung von Medikamenten

Das Landgericht Frankfurt am Main hat dem holländischen Internt-Medizinverband "Doc Morris" per einstweiliger Verfügung eine weitere Auslieferung seiner Produkte untersagt. Der deutsche Apotherverband begrüßte diese Entscheidung. Der Betrieb der niederländischen Internetapotheke Doc.Morris.com verstoße in Deutschland gegen das Arzneimittelgesetz und das Heilmittelwerbegesetz, so das Landgericht.

Das veranlasste die Apothekerverbände erneut vor Medikamenten aus dem Internet zu warnen. Sie sehen im zunehmenden Internet-Versandhandel von Arzneien eine unzulässige Konkurrenz und eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit der Verbraucher.

"Oft werden gefälschte oder abgelaufene Medikamente ausgeliefert, der Kunde geht also ein erhebliches Risiko ein. Außerdem dauert die Zustellung, falls sie überhaupt erfolgt, mindestens zwei Tage. Das ist bei akuten Erkrankungen viel zu lang", erklärte Ina Hofferberth, Geschäftsführerin des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg in Stuttgart. Bei Bestellungen aus dem Internet könne der Kunde nie sicher sein, was er überhaupt erhalte.

Viele der internationalen "Cyber-Apotheken" verschwinden nach Angaben der Apotheker von heute auf morgen einfach wieder vom Markt, der Kunde habe nicht einmal eine Adresse und keine Möglichkeit zu Regressforderungen. Außerdem übernähmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Arzneien aus dem Internet nicht.

Quelle: ntv.de

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