Technik

Nutzung von Handys an Bord Lufthansa lockert Regeln für Mobilgeräte

Auf dem Flug E-Mails verschicken, bei Facebook einloggen und im Internet surfen sind bald keine Zukunftsmelodien mehr. Die Lufthansa will ihren Kunden künftig die volle Nutzung ihrer mobilen Geräte ermöglichen - exklusive störender Telefonate natürlich.

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iPad-Halter im Flugzeug könnten bald Wirklichkeit werden.

(Foto: dpa)

Die Lufthansa will ihren Kunden möglichst rasch die volle Nutzung elektronischer Geräte an Bord ermöglichen - bis auf das weiter verbotene Telefonieren. Ein Sprecher der größten deutschen Fluglinie begrüßte eine neue Richtlinie der Europäischen Aufsichtsbehörde für Flugsicherheit (EASA), die das Benutzen der Geräte erlaubt.

"Wir werden möglichst schnell versuchen, unseren Kunden das anzubieten", sagte er. Damit wird es nicht mehr nötig, etwa Handys oder Tablets in den Flugmodus zu versetzen. Am Verbot des Telefonierens an Bord per Handy oder Skype halte Lufthansa aber weiter fest, sagte der Sprecher des Unternehmens.

Dies habe keine technischen Gründe, sondern "das entspricht sehr deutlich dem immer wieder geäußerten Kundenwunsch". Nach der neuen EASA-Richtlinie müssen die einzelnen Airlines ihre Flugzeuge noch selbst auf bestimmte Sicherheitsstandards hin prüfen. Dies sei in Absprache mit den Herstellern bei modernen Flugzeugtypen kein Hindernis, sagte der Lufthansa-Sprecher. Die Bordelektronik habe sich schon bei früheren Lockerungen als störsicher erwiesen.

Auch US-Behörde gibt nach

Von den US-Luftfahrtbehörden sind ähnliche Pläne bekannt. Einige Gesellschaften haben bereits den kostenlosen Zugang zum mobilen Internet in ihren Flugzeugen während des Fluges ermöglicht - darunter Norwegian, Air China und Turkish Airlines. Andere Fluggesellschaften wie Lufthansa bieten den Service gegen Gebühr, etwa auf ausgewählten Langstreckenflügen an.

Passagiere beklagten bisher die oft schlechte Qualität der Verbindungen und das schleppende Tempo der Datenübertragung. Einige Airlines hatten bereits erwogen, auch das Telefonieren einzuführen. Dies wurde aber bisher auf der Grundlage von Kundenumfragen hintenangestellt, etwa bei der US-Fluglinie Delta. British Airways erlaubt auf einem Business-Class-Flug von London nach New York zwar SMS-Nachrichten und Internetzugang, blockiert aber Telefongespräche, um die Ruhe in der Kabine nicht zu stören.

Air Berlin gibt die Nutzung elektronischer Geräte in ihren Flugzeugen nach den neuen EU-Vorgaben nicht automatisch frei. "Vielmehr ist jede Airline verpflichtet, für ihre Flugzeuge vor einer entsprechenden Nutzungsanpassung technische Prüfungen durchzuführen und die entsprechenden behördlichen Genehmigungen einzuholen", teile die Fluggesellschaft der mit. Air Berlin verfolge die aktuellen Entwicklungen zur der Nutzung von elektronischen Geräten mit Sendefunktion aufmerksam, hieß es.

Quelle: ntv.de, lsc/dpa

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