Technik

Die Polizei klärt auf Neues Portal gegen Internetkriminalität

Internetkriminelle versuchen mit immer neuen Tricks, Daten und Geld zu erbeuten. Eine beliebte Masche ist derzeit der Einsatz von Ransomware. Wie sich Internetnutzer gegen solche Methoden schützen, erfahren sie bei einem neuen Online-Ratgeber.

Betrug durch Schadsoftware ist keine Seltenheit. Auf einer neuen Online-Plattform klärt die Polizei in Niedersachsen über Internetkriminalität auf. Foto: Oliver Berg

Betrug durch Schadsoftware ist keine Seltenheit. Auf einer neuen Online-Plattform klärt die Polizei in Niedersachsen über Internetkriminalität auf.

(Foto: dpa)

Mit Ransomware wird ein Schadprogramm über das Internet unbemerkt auf den Computer des Opfers geschleust. Dieses sperrt den Rechner und zeigt eine M eldung an, die angeblich von der Bundespolizei stammt. Darin wird behauptet, auf dem Rechner seien verbotene Inhalte gefunden worden. Nur wenn der Nutzer eine Strafe von bis zu 100 Euro zahle, werde der Rechner wieder freigegeben. Neue Versionen dieser Lösegeld-Software spielen dabei auch eine Stimmaufzeichnung ab, die den Nutzer einschüchtern soll, berichtet Peter Stancik von der IT-Sicherheitsfirma Eset.

Natürlich stammt diese Schadsoftware nicht von der Polizei. Diese gibt jetzt auf einer neuen Online-Plattform Tipps gegen viele Formen von Internetkriminalität. Zum Beispiel, wie man gegen Erpresser am PC vorgeht, indem man nicht bezahlt und Anzeige erstattet. Darüber hinaus bietet die Plattform die Möglichkeit sich über Trends und Gefahren im Bereich Cybercrime zu informieren. Mit zahlreichen Erläuterungen und Tipps, soll so verhindert werden,  Opfer von Cyberkriminellen zu werden. Neben aktuellen Warnmeldungen, die auch als RSS-Feed abonniert werden können, bietet das Portal verschiedenen relevanten Themen zur Thematk, auch können persönliche Fragen online gestellt werden.

Laut einer Studie des niedersächsischen Innenministeriums werden nur 8,5 Prozent aller Fälle von Internet-Kriminalität angezeigt. Dabei sei die Dunkelziffer beim Abfischen vertraulicher Daten und beim Befall durch Computer-Viren und -Trojaner besonders hoch. Vielen Nutzern, besonders am Arbeitsplatz, sei es peinlich, dass sie am PC erpresst werden, so Stancik. Viele bezahlen lieber die geforderte Summe, als den Fall zu melden.

Für die Studie wurden 2012 rund 40 000 Niedersachsen im Alter ab 16 Jahren kontaktiert. 18 940 Angeschriebene (47 Prozent) antworteten.

Quelle: n-tv.de, dpa

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