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Sicherheit als Spaßverderber Obama: Ich darf kein iPhone nutzen

Wer sauer auf die US-Amerikaner ist, weil sie alles anzapfen, was bei drei nicht offline ist, wird vielleicht mit großer Schadenfreude lesen, dass ihr Präsident auch keinen Spaß mit seinem Smartphone hat. Dabei hätte er so gerne ein iPhone.

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Barack Obama hat keinen Spaß mit seinem Blackberry.

Barack Obamas Wahlkampf, bei dem er sein Blackberry-Smartphone nicht aus der Hand legte und an einem Tag mehr twitterte als so mancher deutsche Neuland-Politiker in einem Jahr, ist legendär. Auch nach Amtsantritt wollte er sich trotz Drängen der NSA nicht von dem Gerät trennen. Sie müssten es ihm aus der Hand reißen, sagte er. Damals im Jahr 2009 war es noch cool, so ein Ding mit Tasten zu haben. Doch heute nutzt fast niemand mehr ein Blackberry. Weltweit liegt der Marktanteil des kanadischen Herstellers nach einer Statistik von "ABI Research" bei zwei Prozent, in den USA laut Comscore bei vier Prozent. 2013 nutzen die coolen Typen ein iPhone oder ein Android-Smartphone. Auch der US-Präsident würde das gerne, darf aber nicht, wie er laut "The Verge" bei einer Rede zu seiner geplanten Gesundheitsreform sagte. "Aus Sicherheitsgründen."

Stattdessen muss Barack Obama wahrscheinlich weiter ein Spezial-Blackberry nutzen, das wegen zahlreicher Sicherheitsmaßnahmen "überhaupt keinen Spaß macht". Wie "Engadget" vor drei Jahren berichtete, dürfen nur zehn Personen mit dem Präsidenten direkt kommunizieren. Entspannte oder gar spaßige Konversationen dürfte Obama aber selbst mit diesen Kontakten kaum führen, da sie damit rechnen müssen, dass alles aufgezeichnet wird - aus Sicherheitsgründen. So ist auch eine Szene aus seinem Wahlkampf 2012 zu erklären. Als ihm ein Mitarbeiter des Weißen Hauses bei einer Veranstaltung dessen persönliches iPhone reichte, habe Obama offenbar nicht gewusst, wie man es bedient, schrieb die "Washington Post".

Die erzwungene Smartphone-Enthaltsamkeit ist aber nicht alles, was der "mächtigste Mann der Welt" erdulden muss. Denn während er auf Blackberry-Diät gesetzt ist, haben seine beiden Töchter Sasha und Malia iPhones, "die sie offenbar sehr viel nutzen", sagte Obama.

Zum Trost hat der Präsident aber wenigstens noch ein iPad. "Business Insider" berichtete im vergangenen September, Obama bliebe noch drei Stunden lang auf, nachdem seine Frau Michelle schlafen gegangen ist. Dann surfe er im Internet und schaue Sport im Fernsehen.

Quelle: n-tv.de, kwe

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