Technik

Flash-Konflikt Opera hält noch zu Adobe

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Überraschenderweise hat Apple die Opera-App zugelassen. Der mobile Browser hat dadurch enorm Marktanteile gewonnen.

Im Flash-Konflikt versucht Opera neutral zu bleiben. Im Gegensatz zu Apple will das Unternehmen die Technologie weiter unterstützen, rät Adobe aber, sich für die Zukunft etwas einfallen zu lassen.

"Heute ist das Internet noch von Flash abhängig", sagt Operas Produkt-Analyst Phillip Groenvold. Ohne Flash könne Opera seinen Kunden derzeit nicht alle Möglichkeiten eröffnen, die das Internet heutzutage zu bieten habe. Daher führe zumindest in den nächsten 18 Monaten an der Technologie kein Weg vorbei.

Flash-Videos zum Eier braten

"Die Zukunft gehört aber offenen Web-Standards", sagt Groenvold. "Und Flash ist kein offener Standard." Wie Microsofts Konkurrenz-Produkt Silverlight werde zwar auch Flash vor allem bei dynamischen Inhalten auch künftig seinen Zweck erfüllen. Aber - in diesem Punkt gibt er Apple-Chef Steve Jobs voll und ganz recht - Videos mit Flash abzuspielen, sei wenig sinnvoll. Hauptprozessor, Akku und andere Hardware-Komponenten würden dadurch viel zu sehr belastet. Wenn Flash ausgeführt werde, sagt der Opera-Mann, "kann man sich auf manchen Geräten ein Ei braten."

Groenvald rät Adobe, sich dringend etwas Neues auszudenken. Wenn es nicht immer mehr unter Druck geraten wolle, müsse es offene Standards entwickeln.

Apple hat kürzlich allen mit Flash entwickelten Programmen für seinen App Store Hausverbot erteilt. Nach Meinung von Konzernchef Steve Jobs müssen iPhone- und iPad-Nutzer schon jetzt ohne Flash nur auf sehr wenige Web-Inhalte verzichten.

Quelle: n-tv.de, kwe

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