Technik

Vor dem Urlaub dran denken Sicher reisen mit Handy, Tablet und PC

imago71875918h.jpg

Selfies am Meer: Wer gtu auf seine Geräte achtet, hat im Urlaub auch Spaß mit ihnen.

imago/Westend61

Viele Reisende wollen im Urlaub nicht auf ihre technischen Geräte verzichten. Wer Smartphone, Tablet oder Laptop mit auf Reisen nimmt, sollte vorher aber einige Punkte beachten. Die Tipps der Antivirus-Experten von Eset sind einfach, aber effektiv.

Handtuch, Zahnbürste, Socken - das Standard-Gepäck gehört auf jede Packliste für den Urlaub. Auf ihre Laptops, Smartphones oder Tablets wollen viele Nutzer im Urlaub aber ebenso wenig verzichten. Das Problem: Wer seine technischen Geräte mit auf die Reise nimmt, setzt sie oft einer erhöhten Gefahr aus, sei es durch Diebstahl oder Datenklau. Denn wo sich Touristen ansammeln, dorthin zieht es auch Kriminelle. Der Sicherheitssoftware-Hersteller Eset erklärt, wie man seine Geräte auch im Urlaub sicher hält. 

Updates und Backups

Vor dem Abflug das Betriebssystem und alle Software-Anwendungen aktualisieren: Ob Windows oder Mac - vor der Reise sollten alle sicherheitsrelevanten Updates auf diejenigen Geräte eingespielt werden, die mit in den Urlaub kommen, um mögliche Sicherheitslücken und Einfallstore für Hacker und Trojaner zu schließen.

Wichtige Daten sichern: Sollte im Urlaub etwas geklaut werden oder verloren gehen, ist ein aktuelles Backup schon ein großer Trost, denn so sind wenigstens die Daten von Festplatte und Handy-Speicher nicht verloren. Empfehlenswert ist eine Sicherung auf eine externe Festplatte, die zuhause an einem sicheren Ort aufbewahrt wird. Wenn möglich, sollte das Backup verschlüsselt werden.

Diebstahlschutz

Hochwertige Technik nie unbeaufsichtigt lassen: Ob am Strand, beim Sightseeing oder beim Feiern, das Smartphone ist immer mit dabei, wird gerne aber auch einmal unbeobachtet liegen gelassen. Davon ist dringend abzuraten, auch wenn die Situation ungefährlich wirkt. Ein unbeachteter Moment, ein gezielter Griff und das teure Handy ist weg. Sollte das Gerät verloren gehen, hilft eine Anti-Diebstahl-Software dabei, das Gerät zu orten oder es aus der Ferne zu sperren und zurückzusetzen.

Inaktivitäts-Zeitfenster niedrig setzen: Damit Diebe nicht an die privaten Daten auf dem Smartphone kommen, sollte das Inaktivitäts-Zeitfenster auf allen Endgeräten möglichst kurz eingestellt werden. Dadurch wird der Bildschirm automatisch gesperrt, wenn das Gerät nicht genutzt wird. An iPhone und iPad findet man die Einstellung unter  Einstellungen > Allgemein > Automatische Sperre. Bei Android-Geräten findet man die Funktion unter Einstellungen > Sicherheit > Displaysperre oder Bildschirmsperre. Oft lässt sich in den Einstellungen auch festlegen, dass ein Druck auf den An-/Ausschalter das Display sofort sperrt

Sicheres WLAN

Nur vertrauenswürdige Internetdienste nutzen: Beim Hotel-WLAN darauf achten, dass die erfragten Zugangsdaten auch exakt mit den verfügbaren Drahtlosnetzwerken übereinstimmen. Immer wieder richten Betrüger Netzwerke in Hotelnähe ein, die sich für Laien kaum vom vertrauenswürdigen Hotel-WLAN unterscheiden, um die Daten eingeloggter Nutzer abzugreifen.

In Hotel-WLANs keine Updates durchführen: Sollte nach einem Login in ein Hotel-WLAN ein Fenster erscheinen, das dringende Updates einfordert, empfiehlt sich eine sofortige Trennung der Verbindung. Zu groß ist die Gefahr, dass es sich um eine Betrugsmasche eines Angreifers handelt.

Nur sichere WLANs mit WPA2-Verschlüsselung nutzen: Unverschlüsselte Wi-Fi-Netzwerke sollte man meiden, egal ob im Hotel, an der Strandbar oder sonstwo. Zu einfach können Daten abgegriffen werden.

Online-Banking? Lieber nicht

Wer aus dem Urlaub etwas arbeiten will oder muss und sich über ein öffentliches Netzwerk mit dem Firmennetz verbinden will, sollte das nur per VPN (Virtual Private Network) machen. Durch den sicheren Tunnel ist der Datenverkehr von außen bestens geschützt.

Kein Online-Banking und Online-Shopping im Urlaub: So wie man nicht überall seine Kreditkartendaten preisgibt, sind auch Online-Transaktionen immer ein Risiko, vor allem in unsicheren Netzwerken. Lieber regionale Händler besuchen, den lokalen Handel stärken und bar bezahlen - das ist nicht nur aus Sicherheitsgründen die bessere Wahl.

Malware-Infektionen unterwegs entfernen: Sollte man sich unterwegs doch etwas eingefangen haben und keine Antivirus-Software, die aus der Patsche hilft, gibt es kostenlose Online-Scanner, die das System nach Viren absuchen und es bereinigen. Gratis-Scanner gibt's von Eset, aber auch von Bitdefender, F-Secure oder Trend Micro.

Quelle: n-tv.de, jwa/sid

Mehr zum Thema