Technik

Smartphone mit starker Kamera Sony Xperia XZ kann richtig gut sein

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Das Sony Xperia XZ.

(Foto: kwe)

Im Herbst bringt Sony doch noch ein echtes Top-Smartphone auf den Markt. Das Xperia XZ überzeugt im Test von n-tv.de fast in jeder Hinsicht. Die Japaner übertreiben aber wieder mal bei der Kamera-Software.

Sony hat in diesem Jahr mehr Smartphones vorgestellt als die meisten anderen Hersteller. Erst bringen die Japaner im Mai mit dem Xperia X ein sehr vernünftiges Alltags-Handy auf den Markt, im Sommer geben sie mit dem X Performance etwas mehr Gas und stellen erst im Herbst mit dem Xperia XZ ihr eigentliches Top-Smartphone 2016 vor. Dazu kommt noch ein X-Compact-Modell, das im Test wenig begeistern konnte. Das XZ-Flaggschiff hat da einen viel besseren Eindruck hinterlassen, Sony hat aber auch bei seiner Nummer 1 Chancen liegen lassen.

Eigenes Design

Technische Daten

  • Display: 5,2 Zoll, Full-HD (1920 x 1080 Pixel)
  • Prozessor: Snapdragon 820
  • Arbeitsspeicher: 3 GB
  • Betriebssystem: Android 6.0
  • Interner Speicher: 32 GB + microSD
  • Hauptkamera: 23 Megapixel
  • Frontkamera: 13 Megapixel
  • Fingerabdruck-Sensor
  • USB-C, Bluetooth 4.2, NFC
  • Maße: 146 x 72 x 8,1 mm
  • Gewicht: 161 g

Das Design des Xperia XZ mit seinen klaren Kanten an den flachen Stirnseiten ist eigenwillig und sticht aus dem Einerlei der abgerundeten Rechtecke angenehm heraus. Das Gehäuse besteht zum größten Teil aus Metall, ist aber kein Unibody. Die einzelnen Elemente sind zwar sehr sauber und fest zusammengefügt, aber am Xperia XZ gibt es so ein paar Spalten mehr, in denen sich Staub absetzen kann. Eindringen kann er aber auf keinen Fall, das Gerät ist staub- und wasserdicht.

An der rechten Seite sitzen der Einschalter mit integriertem Fingerabdrucksensor, eine Kamera-Taste und der Lautstärkeregler. Sie sind bequem zu erreichen, sämtliche Tasten befinden sich in der unteren Hälfte. Alles in allem wirkt das Smartphone sehr hochwertig.

Schnelllade-Gerät nicht inklusive

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Die Kamera ist richtig gut, man darf sich aber nicht auf Sonys Software verlassen.

(Foto: kwe)

Beim Display hat Sony auch beim Flaggschiff auf eine QHD-Auflösung verzichtet und begnügt sich mit Full-HD. Das genügt aber für eine gestochen scharfe Pixeldichte von 428 ppi. Dazu leuchtet der Bildschirm hell und bietet schöne Kontraste und Farben. Die niedrigere Auflösung belastet auch den Akku weniger. Was die Laufleistung betrifft, setzt das XZ zwar keine Bestmarken, die Batterie bringt das Gerät aber gut über den Tag.

Über Sonys ersten USB-C-Anschluss ist der Akku notfalls schnell wieder geladen - jedoch nur, wenn man sich ein entsprechendes Netzteil zulegt. Unter der Haube arbeitet Qualcomms Snapdragon 820 zusammen mit 3 Gigabyte Arbeitsspeicher. Die Leistung ist mehr als ausreichend.

Starke Kamera, schwache Software

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Unter solchen Bedingungen macht auch die Automatik sehr schöne Bilder.

(Foto: kwe)

Aushängeschild des Sony Xperia XZ ist die 23-Megapixel-Kamera mit Blende f/2.0 auf der Rückseite. Sie fokussiert blitzschnell, durch einen zusätzlichen Laser-Fokus auch bei schwächerem Licht. Der präventive Autofokus, der "vorausahnt", wohin sich ein bewegtes Motiv bewegt, arbeitet ebenfalls recht gut.

Die Resultate sehen auf den ersten Blick klasse aus. Sie bieten kräftige, aber natürliche Farben, starke Kontraste und gut ausgeleuchtete Motive. Zoomt man allerdings in die Bilder hinein, sieht man, dass die Software manchmal zu stark zur Sache geht und so Details vermatscht. Bei schwachem Licht hellt sie außerdem oft zu stark auf und Aufnahmen rauschen in den dunkleren Bereichen relativ schnell.

Wirklich gute Fotos produziert die Kamera in nicht ganz perfekten Situationen nur, wenn man die "überlegene Automatik" ignoriert und mit manuellen Einstellungen fotografiert. Dass eine zu aggressive Software einer sonst erstklassigen Kamera in die Quere kommt, passiert Sony leider nicht das erste Mal.

Unterm Strich ist das Xperia XZ klar das beste Smartphone, das Sony 2016 vorgestellt hat. Die Japaner haben allerdings noch nicht alles aus dem Gerät herausgeholt, was möglich wäre. Bei der Kamera-Software muss Sony nachjustieren und ein Schnellade-Gerät sollte bei einem Preis von rund 700 Euro inklusive sein.

Quelle: n-tv.de

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