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Vorsicht, Datenverlust! Speichermedien halten nicht ewig

Vorsicht vor Datenverlust: Die Lebensdauer einer Festplatte ist stark von ihrer jeweiligen Lagerung abhängig. Foto: Matthias Balk

Die Lebensdauer einer Festplatte ist stark von ihrer jeweiligen Lagerung abhängig.

dpa

Regelmäßige Datensicherung schützt vor dem Verlust privater Dateien. Aber auch die Speichermedien sind irgendwann hinüber und sollten daher regelmäßig ersetzt werden - sonst droht Datenverlust.

Private Daten wie Dokumente, Fotos und Videos lassen sich einfach auf CD, DVD, USB-Stick oder Festplatte speichern. Doch diese Medien halten nicht ewig. Die Hersteller garantieren eine Lebensdauer, doch die ist stark von optimalen Lagerbedingungen abhängig. Die Scheiben und Chips mögen nämlich keine Temperaturschwankungen und hohe Luftfeuchtigkeit. Aber worauf kommt es an, wenn man Datenträger möglichst lange haltbar machen will?

Optimale Lagerung ist kaum möglich

Für die optimale Lagerung wird ein luftdicht abschließbarer Kunststoffkoffer empfohlen. So einen mag nicht jeder im Haus haben, doch auch eine Tupper-Box erfüllt den Zweck. Der Lagerraum sollte keine hohen Temperaturschwankungen haben und weder sonderlich feucht noch übermäßig trocken sein. Doch selbst unter optimalen Bedingungen sind Speichermedien irgendwann hinüber.

Bei optischen Medien wie CD, DVD oder den länger haltbaren Bluray sollten Nutzer mit einer sicheren Speicherdauer von maximal fünf bis zehn Jahren kalkulieren. Unter idealen Bedingungen sind zwar auch deutlich längere Lebenszeiten drin, doch die sind schwer zu erreichen: Durchgehend 25 Grad und Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent, kein Licht, keine Beschriftung oder Aufkleber. Äußere Einflüsse wie Kratzer an Ober- und Unterseite machen die Daten zudem oft schon früher unlesbar und damit nie wieder zugänglich.

Festplatten sind besser, aber ...

Festplatten halten bei guter Lagerung länger durch, zehn Jahre sollten sie problemlos überstehen. Auch hier ist Vorsicht im Umgang aber sehr wichtig: Die magnetischen Datenträger haben einen empfindlichen Schreib-Lese-Kopf, der sehr dicht über der Magnetscheibe schwebt, ohne sie zu berühren. Erschütterungen und Stürze können das empfindliche Bauteil zerstören, besonders bei den großen 3,5-Zoll-Festplatten. Kleinere Modelle im 2,5-Zoll- oder im 1,8-Zoll-Format sind aufgrund ihrer kompakteren und leichteren Bauweise weniger anfällig, genauso wie modernere externe Festplatten, die Daten meist auf einem Flash-Speicher sichern.

Auch USB-Sticks haben einen Flash-Speicher. Experten halten sie als Langzeitspeicher aber für ungeeignet. Wer sie dennoch benutzen möchte, sollte hochpreisige Modelle bekannter Anbieter nutzen. Sicherer sind SSD-Speicherchips, die auf höherwertige Flash-Speichermodule setzen. Verschleiß entsteht hier nur beim direkten Beschreiben der Speicherzellen. je seltener der Inhalt eines Flash-Speichers geändert wird, desto länger ist er haltbar. 

Als technisch sicherste Lösung gilt eine Speicherung der Daten in der Cloud, also auf Online-Datenspeichern. Hier lagern die Daten gesichert und auf mehrere Speicher verteilt. Zudem übernimmt hier der Anbieter das Anlegen von Backups. Ein technischer Datenverlust durch Stürze oder Verschleiß ist hier sehr unwahrscheinlich. Zu den Nachteilen gehört ein oft monatlich oder jährlich zu entrichtender Preis für die Nutzung des Speicherangebots. Hinzu kommt das Risiko von Datendiebstahl oder - je nach Anbieter - fragwürdiger Datenschutz. Außerdem sind die Daten in diesem Fall nur online verfügbar, Nutzer sind also auf eine stabile und schnelle Internetverbindung angewiesen.

Quelle: n-tv.de, jwa/dpa

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