Technik

Banking-Trojaner im Gepäck Telekom warnt vor falschen Rechnungen

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Wahrscheinlich erhalten täglich tausende Nutzer eine E-Mail mit einer gefälschten Telekom-Rechnung.

(Foto: Panda Security/Deutsche Telekom)

Seit drei Wochen rollt eine gigantische Spamwelle durch Deutschland. Täglich melden sich Hunderte besorgte Nutzer bei der Deutschen Telekom, die gefälschte Rechnungen per E-Mail erhalten. Was sollen sie tun?

Normalerweise sind gefälschte Rechnungen in Spam-Mails so schlecht gemacht, dass sie schnell entlarvt sind. In der jüngsten Spamwelle, die in Deutschland zigtausend Nutzer mit angeblichen Nachrichten von der Deutschen Telekom, Vodafone oder Sparkasse trifft, gehen die Angreifer aber wesentlich raffinierter vor, die Rechnungen sehen täuschend echt aus. Bei den gefälschten Telekom-Mails beispielsweise lautet der Absender rechnungonline@telekom.de, der Text ist korrekt und fehlerfrei und auch eine passende Werbung fehlt nicht. Klicken Nutzer auf dem angeblichen Link zur Rechnung, holen sie sich einen gefährlichen Trojaner auf den Computer. Bisherigen Erkenntnissen zufolge handelt es sich dabei um einen Schädling, der versucht, Passwörter fürs Online-Banking abzurufen.

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In gefälschten Telekom-Rechnungen fehlt die Kundennummer und die persönliche Ansprache.

(Foto: n-tv.de)

Zwar wurde schon mehrmals vor den gefälschten E-Mails gewarnt, doch offensichtlich werden immer noch sehr viele Menschen von den Rechnungen überrascht. Täglich erreichten ihre Meldestelle für Cyberangriffe und Schwachstellen bis zu 400 Anfragen, hat die Telekom heute mitgeteilt. Sie warnt daher erneut eindringlich vor den gefährlichen E-Mails und gibt Tipps, wie sich Nutzer verhalten sollten.

Wie erkenne ich eine gefälschte Rechnung?

Im Betreff der Fälschungen fehlt die individuelle Buchungskontonummer entweder ganz oder sie ist falsch. Darüber hinaus fehlt bei Privatkunden die persönliche Ansprache unter Nennung des korrekten Namens. Kunden können den Rechnungsbetrag aus der E-Mail jederzeit überprüfen, indem sie im abgesicherten Kundencenter unter "https://kundencenter.telekom.de" Ihre Rechnung einsehen. Der darin angegebene Rechnungsbetrag ist in jedem Fall richtig. Weist Ihr Rechnungsanschreiben einen anderen Betrag aus, handelt es sich um eine gefälschte E-Mail, die Sie umgehend löschen sollten.

Was unternehme ich, wenn ich eine Rechnung erhalten habe, von der ich denke, sie sei gefälscht?

Prüfen Sie die Rechnung anhand der in der vorherigen Antwort genannten Kriterien. Handelt es sich wirklich um eine gefälschte Rechnung, löschen Sie die entsprechende Mail umgehend. Klicken Sie auf keinen Fall den angegebenen Download an.

Was muss ich tun, wenn ich den Download-Link angeklickt habe?

In diesem Fall sollten Sie umgehend überprüfen, ob Ihr Rechner mit einer Schadsoftware befallen ist. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie sie unverzüglich entfernen. Zur Prüfung eines Befalls sollten Sie möglichst mit mehreren verschiedenen Virenschutz-Programmen eine komplette Überprüfung aller Dateien auf Ihrer Festplatte durchführen. Hierzu können Sie kommerzielle oder freie Virenschutz-Programme nutzen. Hinweise hierzu finden Sie auf "www.botfrei.de". Der hier eingesetzte Schadcode wird regelmäßig verändert und daher nicht zwingend von aktuellen Virenschutzprogrammen erkannt. Deshalb sollte diese Vollprüfung im Abstand von einigen Tagen wiederholt werden.

Quelle: ntv.de, kwe

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