Technik

"MeetMe" macht's möglich Verabreden "radikal einfach"

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Sich verabreden - ob geschäftlich oder privat - soll dank MeetMe einfacher werden

Sich mit ein paar Leuten zu verabreden, kann schwierig sein: Irgend jemand kann ja immer nicht. Einfacher findet sich ein Zeitpunkt oft per "web scheduling". Für Zweiertermine hat das bisher wenig gebracht. Nun hat Doodle was in petto.

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Der Online-Terminplaner Doodle hat den Dienst MeetMe als öffentliche Beta-Version gestartet, der Verabredungen zwischen zwei Menschen deutlich erleichtern soll. Auf einer persönlichen Webseite, die mit dem eigenen elektronischen Terminkalender verbunden ist, wird Freunden und Geschäftspartnern angezeit, wann man noch Zeit hat - und die können dann direkt ihre Terminanfrage stellen.

Tausende Stunden Zeitersparnis

Das schweizer Unternehmen Doodle AG, nach eigenen Angaben der führende Anbieter von Online-Terminplanung, meint, Meetme werde "die Art wie wir miteinander Termine vereinbaren, grundsätzlich verändern" und darüber hinaus "eine enorme Zeitersparnis bringen: Denn wenn sich nur zwei Prozent der Doodle-User für MeetMe entscheiden und damit pro Woche eine halbe Stunde weniger für unnötiges Hin und Her bei der Terminabsprache benötigen, würden jede Woche weltweit 60.000 Stunden Zeit gespart"  – was der Arbeitszeit eines Unternehmens mit etwa 1.500 Mitarbeitern entsprechen würde.

Anfragen "schlau und freundlich"

Als weitere Vorteile sehen die Schweizer, dass Terminanfragen via MeetMe "schlau und freundlich" seien, nicht zuletzt da sie einen zusätzlichen Blick in den Kalender überflüssig machten. Wer eine eigene MeetMe-Page habe, sehe die Terminvorschläge – anders als die Terminanfragen aus elektronischen Kalendern – direkt in der Kalenderansicht und könne sie an Ort und Stelle effizient bearbeiten, wie Doodle-CEO Michael Näf erläuterte.

Michael Näf, Gründer und CEO von Doodle.com

Michael Näf, Gründer und CEO von Doodle.com

Behaupten kann das zwar jeder, Doodle hat aber für ein kleines Startup schon eine recht beeindruckende Entwicklung hinter sich. 2003 programmierte Näf für den Privatgebrauch eine erste Version der Terminfindungslösung, keine drei Jahre später griffen bereits 200.000 Nutzer monatlich auf Doodle zu.

Im März 2008 wurde, gemeinsam mit zwei Investoren, die AG gegründet. Zunächst finanzierte sich die Seite über Werbung, im Juni 2009 kamen kostenpflichtige Premiumdienste hinzu. Ende vergangenen Jahres erreichte das kleine Unternehmen mit seinen inzwischen zehn Mitarbeitern nach eigenen Angaben wie geplant den Break Even.

Seit kurzem werden die Nutzerzahlen von Doodle auch in Deutschland beglaubigt ausgewiesen. Laut IVW besuchten etwa im Dezember über drei Millionen Nutzer aus Deutschland die Website. Doodle ist aber nicht nur im deutschsprachigen Raum vertreten, der Dienst wird mittlerweile in über 30 Sprachen angeboten.

 

Quelle: ntv.de, tle

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