Technik

Sendestation in Heiligendamm Vodafone startet LTE-Netz

Allmählich nimmt der Aufbau eines ultraschnellen Mobilfunknetzes in Deutschland Fahrt auf. Nach der Telekom nimmt auch Vodafone eine erste LTE-Sendestation in Betrieb.

Im Ostseebad Heiligendamm eröffnete Vodafone seine erste Sendestation in Deutschland, die mit der UMTS-Nachfolgetechnik LTE arbeitet.

Der britische Telekom-Konzern Vodafone hat den Startschuss für sein neues Mobilfunk-Hochgeschwindigkeitsnetz in Deutschland gegeben.

Im Ostseebad Heiligendamm eröffnete das Unternehmen seine bundesweit erste Sendestation, die mit der UMTS-Nachfolgetechnik LTE arbeitet. Von dem Breitband-Standard sollen zunächst vor allem ländliche Regionen profitieren, in denen es bisher keine schnelle Internet- Verbindung gibt. Bis zum Jahresende plant Vodafone, LTE in mehr als 1000 Kommunen anzubieten.

Die erste LTE-Station in Deutschland hatte die Deutsche Telekom Ende August in Kyritz bei Berlin in Betrieb genommen. LTE soll in Zukunft Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 MBit pro Sekunde ermöglichen - das vielfache heutiger DSL-Verbindungen.

Bei der Versteigerung der LTE-Frequenzen hatten die Deutsche Telekom, Vodafone, E-Plus und O2 Telefónica insgesamt 4,38 Milliarden Euro geboten. Die Telekom hatte 1,3 Milliarden für die Lizenzen ausgegeben. Bis Ende 2012 will die Telekom insgesamt zehn Milliarden Euro in den Ausbau ihrer Netze (Mobilfunk und Festnetz) investieren.

Die Bewohner von Regionen mit LTE-Versorgung müssen sich allerdings noch einige Zeit gedulden, bis sie die neuen Funkstationen nutzen können. Erst Ende 2010 wird es erste Geräte geben, mit denen man Computer über LTE ans Internet anschließen kann. Mobiltelefone, die den LTE-Standard unterstützen, werden erst für Ende 2011 auf dem Markt erwartet.

Quelle: n-tv.de, dpa