Technik

Lahmer Akku, Risse im Display Wenn die Kälte Handys killt

Nicht nur Menschen haben mit dem winterlichen Wetter Probleme. Schnee und Eis können auch für iPhone & Co gefährlich werden. "Wer jetzt mit dem Handy unterwegs ist, muss gut aufpassen, sonst droht dem Gerät der Kältetod", so Christian Riedel, vom Computermagazin Chip. "Besonders die angesagten Touchscreen-Handys sind betroffen."

437134_R_by_wrw_pixelio.de.jpg

Immer dran denken: Auch das Handy will nicht frieren.

(Foto: wrw, pixelio.de)

 

Displays mögen eisige Minusgrade nämlich gar nicht und reagieren auch auf starke Temperaturwechsel bisweilen empfindlich. Das kann bis hin zum Reißen gehen. Wer sein Handy nach der Abfahrt in der gut geheizten Skihütte auspackt, könnte so eine üble Überraschung erleben. Auf die Piste nimmt man teure Smartphones aber ohnehin besser nicht mit. Der Körper quittiert Stürze vielleicht nur mit blauen Flecken, das Handy schnell auch mit einem Bruch. Riedel rät Wintersportlern zu einem Outdoor-Handy: "Diese Geräte sind so robust, dass ihnen Eis und Schnee nichts anhaben können und sie selbst harte Stürze locker überstehen." Dazu muss man nicht tief in die Tasche greifen – gute Outdoor-Handys gibt es bereits ab 40 Euro.

 

Krasse Temperaturunterschiede können auch zu einem anderen Problem führen: Bildet sich im abgekühlten Handy Kondenswasser, sind Elektronikschäden nicht ausgeschlossen. Die drohen auch, wenn man das Telefon zu lange in feuchter Witterung benutzt. Bei Schneesturm telefoniert es sich ja ohnehin nicht so angenehm.

Auch neue Akkus machen schlapp

Echte Witterungsschäden am Telefon dürften eher die Ausnahme sein, ein Problem kennen aber fast alle Handy-Besitzer: Der Akku schwächelt - selbst dann, wenn das Gerät laut Hersteller eigentlich frosttauglich sein sollte. Diese Garantie bezieht sich jedoch nur auf die generelle Funktionsfähigkeit, nicht aber auf die Laufzeit des Akkus. Hat sich der Akku in den Winterschlaf verabschiedet, hilft oft schon ein wenig Wärme, um ihn – zumindest kurzfristig – wieder aufzuwecken. Vor dem Aufladen sollte das Handy auf jeden Fall auf Zimmertemperatur gebracht werden, dann nimmt der Akku mehr Strom auf.

 

Was kann man sonst noch tun? "Am wichtigsten ist es, das Handy warm und trocken zu halten: Transportieren Sie es in einer Innentasche am Körper", empfiehlt Riedel. Bewährt haben sich auch Schutzhüllen aus wärmenden, teils auch wasserdichten Materialien. Die Chip-Redakteure raten außerdem dazu, das Handy im Freien möglichst nicht aus der Tasche zu nehmen, sondern mit einem Headset zu telefonieren.

Quelle: n-tv.de, ino

Mehr zum Thema