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Zuletzt online? Geht dich nichts an! WhatsApp erlaubt mehr Privatsphäre

WhatsApp ist für die ersten 12 Monate kostenlos, danach kostet ein Jahresabo 89 Cent. Foto: Patrick Pleul

Auch Android-Nutzer können jetzt in WhatsApp verbergen, wann sie zuletzt online waren.

(Foto: dpa)

Für die Android-Version von WhatsApp steht ein Update bereit. Der Messenger erlaubt den Nutzern mehr Privatsphäre und führt eine Geschenk-Funktion ein. WhatsApp reagiert mit der Aktualisierung wohl auch auf einen schärfer gewordenen Konkurrenzkampf.

Bisher war es bei WhatsApp nur iPhone-Nutzern in den Chat-Einstellungen möglich, zu verbergen, wann sie zuletzt online waren. Jetzt gibt der Messenger mit einem Update auch Besitzern von Android-Smartphones diese Privatsphäre-Einstellung. Sie können nach der Aktualisierung wählen, ob jeder, nur die Kontakte oder niemand oben in der App sehen kann, wann sie zuletzt aktiv waren. Nur einzelnen Kontakten oder Gruppen Einsicht zu gewähren, ist allerdings nicht möglich. Die gleichen Einstellungen wie für "Zuletzt online" können Android-Nutzer in WhatsApp auch für das Profilbild und den Status vornehmen.

Zwar kostet der Messenger nicht mal einen Euro pro Jahr, trotzdem gibt es in der neuen WhatsApp-Version für Android-Nutzer die Möglichkeit, den Service für Freunde via PayPal oder Google Wallet zu bezahlen. Damit dürfte der Anbieter vor allem Nachwuchsarbeit leisten, indem er auf sehr junge Nutzer abzielt, die keine Kreditkarte haben und sich eventuell auch keine Guthaben-Karten leisten wollen. Kinder und Jugendliche sind sehr aktive Nutzer und haben oft viele Freunde, die ebenfalls WhatsApp auf ihrem Smartphone installiert haben. In solchen Gruppen wechselt der Messenger nur sehr selten.

Scharfe Konkurrenz in Asien

Vor allem in asiatischen Ländern hat WhatsApp starke Konkurrenten, beispielsweise Telegram oder Line. Besonders heiß umkämpft ist laut "Reuters" Indonesien, wo bisher Blackberrys BBM dominierte. Hier jagen WhatsApp unter anderem KakaoTalk und Line Nutzer ab, indem sie mit Samsung und anderen Mobilfunkherstellern Kooperationen eingehen. Seit der Verkauf an Facebook bekannt wurde, probieren Nutzer aber auch in Deutschland und anderen Ländern, wo WhatsApp fast eine Monopolstellung hat, alternative Messenger aus. Hier sind vor allem sichere Apps wie Threema gefragt.

Neben den zwei größeren Neuerungen und einigen, kleineren Fehlerbeseitigungen bietet das WhatsApp-Update außerdem ein neues Widget für ungelesene Nachrichten auf dem Homescreen, eine große Video-Vorschau im Chat und einen Kamera-Shortcut, über den Fotos direkt verschickt werden können.

Quelle: n-tv.de, kwe

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