Technik

Sonys randloser Design-Hit Xperia XA ist eine echte Schönheit

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Schönere Mittelklasse-Handys als das Sony Xperia XA gibt's derzeit kaum.

(Foto: jwa)

Mit dem Xperia XA übertrifft Sony sich selbst: Es ist das bisher schönste Smartphone der Japaner. Auf ganzer Linie kann die Premium-Mittelklasse aber nicht überzeugen. n-tv.de verrät, was das XA auszeichnet und was ihm zum Volltreffer fehlt.

Ein Smartphone muss nicht nur technisch was draufhaben. Man muss es auch gerne in die Hand nehmen. Die Haptik ist enorm wichtig, umso mehr, da inzwischen selbst Handys der untersten Mittelklasse mit passabler Technik ausgestattet sind, die den meisten vollkommen genügt. Wie man beides miteinander verbindet, zeigt Sony mit dem Xperia XA: Im Innern steckt gutes Mittelmaß, doch das Äußere ist schick wie nie.

Das XA ist ein echter Handschmeichler. Die Ecken sanft abgerundet, Display und Rückseite angenehm glatt, das Gehäuse flach, leicht und schmal genug auch für kleine Hände. Ein Smartphone, das Männer und Frauen gleichermaßen anspricht. Pluspunkt: Die Verarbeitung ist so gut, dass es kaum auffällt, dass Rückabdeckung und Rahmen aus Kunststoff sind, beide wirken fast wie aus Metall. Damit ist Sony das wahrscheinlich schönste Smartphone der Firmengeschichte gelungen. Wichtiges Detail: Das leicht abgerundete Display hat an den Seiten praktisch keinen Rand und das sieht richtig gut aus. 

Der Mediatek-Chip liefert

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Das Display geht beim Sony Xperia XA über die ganze Breite.

(Foto: jwa)

Außen ist also alles Premium. Und innen? Immerhin schickt Sony das XA für 300 Euro in den Verkauf, da darf man nicht zu viel erwarten. Doch der Mediatek-Prozessor Helio P10 macht seine Sache ordentlich. Im Vergleich zu aktuellen High-End-Chips erreicht er im Antutu-Benchmark zwar nur ein Drittel der Wertung, doch im Alltag schlägt er sich, zusammen mit 2 Gigabyte Arbeitsspeicher, wacker. Störende Verzögerungen und Aussetzer traten im Test kaum auf, erst bei anspruchsvollen 3D-Spielen ruckelt's. Und beim Fotografieren geht es etwas langsamer zu, hier muss man etwas Verarbeitungszeit einplanen.

Xperia XA: Technische Daten

  • System: Android 6.0
  • Display: 5 Zoll LCD, 1280 x 720 Pixel, 294 ppi
  • Prozessor: Mediatek Helio P10, Octa-Core
  • Arbeitsspeicher: 2 GB
  • Interner Speicher: 16 GB + microSD
  • Kamera: 13 MP
  • Frontkamera: 8 MP
  • LTE Cat. 4
  • UKW-Radio
  • Akku: 2300 mAh
  • Abmessungen: 143,6 x 66,8 x 7,9 mm
  • Gewicht: 138,8 g

Das Display kann überzeugen, obwohl es nicht superscharf ist und nicht ganz so hell strahlt wie bei teureren Flaggschiffen. Die HD-Auflösung des 5-Zoll-Bildschirms ist nicht hoch genug, um mit der Pixeldichte an Apples magische Retina-Grenze heranzukommen (326 ppi). Doch das ist nur ein Marketing-Begriff und auch die 294 ppi des XA sind genug für eine knackige Darstellung. Nur bei der Anzeige von Fotos wirken die Aufnahmen manchmal weniger scharf, als sie tatsächlich sind.

Apropos Fotos: Die Kamera ist bei Mittelklasse-Handys oft eine Schwachstelle - gute Knipsen kosten viel Geld. Zudem konnten Sonys Smartphone-Kameras in der Vergangenheit nicht immer überzeugen. Das XA liefert aber gute Ergebnisse. Die Fotos der 13-Megapixel-Kamera sind ansprechend, scharf und gleichmäßig ausgeleuchtet. Auch das berüchtigte Bildrauschen, ein Sony-Problem, tritt beim XA kaum auf, wahrscheinlich auch dank der geringeren Pixelzahl. Nettes Extra ist die separate Kamerataste. Leider braucht der Fokus mitunter recht lange, um die richtige Schärfeebene zu finden. Kleiner Minuspunkt zudem: Beliebte Modi wie HDR oder Panorama sind in der Kamera-App umständlich zu erreichen.

Nur zwei Wermutstropfen

Und die Akkuleistung? Die ist mit 2300 Milliamperestunden nicht der Hammer, aber in Ordnung. Das Display zieht mit seiner niedrigen Auflösung nicht ganz so stark am Saft, der Prozessor arbeitet recht sparsam. Damit bringt es das XA auf Standardwerte von rund einem Tag Laufzeit, mit den Stamina-Energiesparmodi lässt sich noch mehr herausholen. Das XA ist schnellladefähig, das passende Netzteil muss aber dazugekauft werden.

Schwächen hat das Xperia XA also eigentlich keine, wenn man bedenkt, dass es mit dem Verkaufspreis von 300 Euro bewusst nicht in der Smartphone-Champions-League mitspielt. Zwei kleine Wermutstropfen bleiben aber: Das Handy ist im Gegensatz zu Sonys Xperia-Z-Geräten nicht wasser- und staubdicht. Und der Fingerabdruck-Scanner, inzwischen fast schon Standard-Ausstattung bei Smartphones, fehlt dem XA. Beides sind Details, die vielen Nutzern egal sind. Vor allem der Finger-Scanner ist aber ohne Zweifel sehr praktisch und wer sich einmal daran gewöhnt hat, wird ihn beim XA vermissen. Wer mit den Einschränkungen aber leben kann, darf getrost zugreifen. Ein schöneres Mittelklasse-Handy gibt's derzeit kaum.   

Quelle: n-tv.de

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