CeBIT

Kuriose Innovationen auf der Cebit Kuscheln mit der Hightech-Jacke

Jeder Mensch wird gerne einmal in den Arm genommen, es ist aber nicht immer jemand zum Knuddeln in der Nähe. Da bietet eine Kuscheljacke Abhilfe, die auf der Cebit vorgestellt wird. Sie ist nicht die einzige kuriose Neuheit auf der Hightech-Messe.

Wer kuscheln will, aber gerade nicht den passenden Partner zur Hand hat, kann sich demnächst mit einer automatischen Kuscheljacke behelfen. Die Singapurer Erfinder stellen ihr Produkt zurzeit auf der Cebit in Hannover vor. Die Jacke imitiert nach Angaben von Firmengründer James Teh das Gefühl, umarmt, gedrückt oder massiert zu werden, und zwar mit Hilfe kleiner Luftpolster, die wahlweise aufgeblasen werden. Alles ist Computer- oder Smartphone-gesteuert, wie er versichert.

"Die Stärke des Drucks und die genaue Stelle kann man variieren", sagt Teh. "Der Träger kontrolliert, wie lange wo gedrückt wird." Teh denkt bei seiner Erfindung an den großen Markt Kuschelbedürftiger, denen gerade ein Mensch fehlt, der sie in den Arm nehmen könnte. Die Jacke sei aber auch zu Therapiezwecken geeignet: etwa bei autistischen Kindern. "Viele autistische Kinder sehnen sich nach festem Druck und profitieren von Drucktherapie", behauptet Teh.

Hirnsteuerung

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Armin Schnürer von g.tec injiziert mit einer Spritze Elektroden-Gel in eine EEG-Maske. Mit ihr können Nutzer allein durch Konzentration ein digitales Bild malen.

(Foto: dpa)

Die Firma g-tec Guger Technologies stellt eine Kappe vor, die es erlaubt, Computer mittels Hirnströmen zu steuern. Sensoren messen zunächst die Hirnaktivitäten, wenn der Träger aufgefordert wird, sich auf ein bestimmtes Objekt auf dem Monitor zu konzentrieren. Anhand dieser Daten kann der Kappenträger dann Anweisungen an den PC erteilen und zum Beispiel etwas auf dem Bildschirm zeichnen. Das Projekt hat einen ernsten Hintergrund: Es erlaubt Menschen, die an einer Lähmung oder einem Hirnschlag leiden, über Computer zu kommunizieren.

Training im Sessel

Wozu zum Arzt oder ins Fitnessstudio gehen, wenn man stattdessen bequem im Sessel lümmeln kann? Ingenieure vom Fraunhofer-Institut haben ein Sitzmöbel entwickelt, das seinen Benutzer mit Sensoren überwacht und so Gesundheitsdaten wie Gewicht, Blutdruck und Herzrhythmus sammelt. Wenn der Sessel zum Beispiel Übergewicht feststellt, lassen sich die Armlehnen zum Rudergerät umfunktionieren. Dann können über den internetfähigen TV-Bildschirm sogar Regatten mit anderen Sessel-Sportlern ausgetragen werden.

3D-Drucker

Seit einiger Zeit revolutionieren Drucker, die am PC entworfene Objekte in 3D herstellen können, die industrielle Produktion. Die deutsche Firma fabbster bringt diese Technologie nach Hause. Der "3D-Heimdrucker" stellt beinahe jedes denkbare Objekt bis ins Detail aus Plastik her, begrenzt auf eine Maximalgröße von 22,5 Zentimeter Breite mal 22,5 Zentimeter Höhe mal 21 Zentimeter Tiefe. Bei einem Preis von 1500 Euro lohnt sich fabbsters 3D-Drucker eher für Kleinunternehmer wie Architekten. Die Firma erwartet, dass ihr 3D-Drucker mit wachsendem Erfolg günstiger und so auch für Hobby-Designer erschwinglich wird.

Smartphone-Gadgets

Spielerische Anwendungen für Smartphones bleiben ein Renner in der IT-Welt. Die chinesische Firma Winnershine Technology zeigt beispielsweise Handschuhe, mit denen sich das Smartphone benutzen lässt, ohne kalte Finger zu bekommen. Dank einer Bluetooth-Verbindung reicht es, den mit Hörer und Sprechmuschel ausgestatteten Handschuh ans Ohr zu halten. Die Firma Woddon Industrial Ltd. macht Golf mit seiner App iConGolf zum Volkssport: Das Smartphone wird wie ein Golfschläger geschwungen und schon fliegt und rollt der Ball über den Bildschirm. Wer braucht da noch einen Golfplatz?

Quelle: ntv.de, dpa/AFP

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