Technik

Apple beauftragt drei Hersteller iPad-3-Displays in Produktion

Vielleicht ist es nicht falsch, sich zu Weihnachten einen Gutschein für ein iPad 3 schenken zu lassen. Apple startet angeblich die Produktion extrem hochauflösender Bildschirme für seinen neuen Tablet-Rechner, der dann wie erwartet im Februar in den Verkauf gehen könnte. Weil die Nachfrage sehr groß sein dürfte, beauftragt Apple gleich drei Hersteller.

Es schien ein möglicherweise unlösbares Problem für Apple zu sein, Retina-Displays in iPad-Größe bezahlbar und in ausreichender Menge herstellen zu können. Zumindest glaubten viele, zum erwarteten Marktstart im Februar sei dies nicht mehr hinzubekommen. Das Tech-Magazin "CNet" hat allerdings von einem DisplaySearch-Analysten erfahren, dass die Kalifornier gleich drei Firmen mit der Produktion zehn Zoll großer sogenannter QXGA-Bildschirme beauftragt hat. Displays mit dieser Bezeichnung haben üblicherweise eine Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln.

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Zum Vergleich: Der 9,7 Zoll große Touchscreen des iPad 2 hat "nur" 1024 x 768 Bildpunkte - also vier mal weniger. Da das neue QXGA-Display mit rund 260 dpi nicht ganz die enorme Punktdichte des iPhone-4- beziehungsweise 4S-Bildschirms (326 dpi) erreicht, kann er aber streng genommen nicht als "Retina"-Display" bezeichnet werden.

Auch Samsung an Bord

Der Analyst rechnet mit den ersten fertigen iPad-3-Geräten im Dezember, die im Januar ausgeliefert werden könnten. Größere Stückzahlen für einen Marktstart erwartet er aber erst im Februar und März. Die mit der Fertigung der Bildschirme beauftragten Unternehmen sollen LG Displays, Sharp und - Geschäft ist Geschäft - Samsung sein. Vermutlich setze Apple bei den neuen Displays nicht auf die AMOLED-Technik, sondern bleibe IPS treu, vermutet der Experte.

Laut den Apple-Spezialisten von "iLounge" könnte das neue iPad 0,7 Millimeter dicker sein als das aktuelle Modell. Ein Tablet mit 10-Zoll-Display wäre allerdings auch mit 9,5 Millimetern noch sehr dünn.

Der DisplaySearch-Analyst sagt auch, dass Apple im Sommer ein 7,85 Zoll großes Tablet herausbringen könnte. Ein Grund wäre möglicherweise der von dem Experten prognostizierte große Erfolg von Amazons Kindle Fire, dem er im aktuellen Quartal eine verkaufte Stückzahl von sechs Millionen Geräten zutraut. Da der verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs 7-Zoll-Tablets aber als "Totgeburten" bezeichnet hat, ist ein Apple-Gerät in dieser Größenklasse doch sehr unwahrscheinlich.

Quelle: ntv.de, kwe