Nobelpreis

Mit der Stiftung der Nobelpreise wollte der schwedische Forscher und Großindustrielle Alfred Nobel (1833-1896) einen Konflikt lösen, der sein Leben bestimmte: Der Dynamit-Erfinder konnte nicht verwinden, dass seine Entdeckung für den Krieg genutzt wurde. Als "Wiedergutmachung" vermachte er sein Vermögen einer Stiftung, aus deren Zinsen Preise für jene finanziert werden sollten, die "im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben".

Themenseite: Nobelpreis

picture alliance / dpa

07.10.2004 13:07

Sprachliche Leidenschaft Nobelpreis für Elfriede Jelinek

Die Österreicherin Elfriede Jelinek wird mit dem Literaturnobelpreis 2004 ausgezeichnet. Das teilte das Nobelpreis-Komitee am Donnerstag in Stockholm mit. Die seit 1901 verliehene Ehrung ging bisher erst neun Mal an Frauen, zuletzt 1996 an die polnische Dichterin Wislawa Szymborska. Jelinek habe den Preis "für den musikalischen Fluss von Stimmen und Gegenstimmen in Romanen und Dramen" erhalten, hieß es zur Begründung. Gelobt wurde ihre "sprachliche Leidenschaft". Letzter deutscher Preisträger war 1999 Günter Grass. Die Nobelpreise sind mit jeweils umgerechnet 1,1 Millionen Euro dotiert.

14.10.2003 14:44

Reaktion auf Nobelpreis Chatami zurückhaltend

Fünf Tage nach Vergabe des Friedensnobelpreises an die iranische Anwältin Schirin Ebadi hat sich Irans Präsident Mohammed Chatami erstmals dazu geäußert. Er reagierte reserviert und warnte vor einem Missbrauch der Auszeichnung.