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Nach FCAS-AusAcht Unternehmen planen europäisches Alternativprojekt für neuen Kampfjet

09.06.2026, 15:32 Uhr
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(Foto: Benoit Tessier/POOL Reuters/dpa)

Nach dem Aus für das deutsch-französische Kampfjet-Projekt FCAS plant ein Bündnis aus insgesamt acht Firmen die Entwicklung eines europäischen Alternativprojekts

Ein Sprecher des deutschen Rüstungskonzerns Hensoldt erklärte am Dienstag auf AFP-Anfrage, gemeinsam habe das Bündnis "Team Gen 6" ein Positionspapier zu FCAS und "dem verbundenen Next Generation Weapon System (NGWS) erarbeitet und dieses dem Bundesverteidigungsminister übermittelt".

Das Bündnis ist ein Zusammenschluss von Airbus Defence and Space, Autoflug, Diehl Defence, Hensoldt, Liebherr, MBDA, MTU Aero Engines sowie Rohde und Schwarz. Weitere Informationen würden die Bündnispartner "im Rahmen einer offiziellen Unterzeichnung des Positionspapiers" am Donnerstag auf der Luftfahrtmesse ILA bekanntgeben, erklärte der Sprecher. Zuerst hatte die "Financial Times" über das Vorhaben berichtet.

"Das ist denkbar und ist eine der Möglichkeiten", sagte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Dienstag in Berlin zu dem Plan der acht Unternehmen. Er sei seit Monaten auch mit Airbus im Gespräch. "Es gehört sich so, wenn man damit rechnet, dass ein Projekt zu Ende geht, dass man sich mit weiteren Optionen oder sich anschließenden möglichen Alternativen beschäftigt."

Pistorius sieht nach dem FCAS-Aus "mehrere Optionen". Eine davon sei, weitere F35 US-Kampfjets zu bestellen. "Die zweite Option ist, wir steigen in ein bestehendes, schon laufendes, anderes internationales Projekt ein. Oder wir machen selber eins unter deutscher Führung durch Airbus und andere Partner."

"Das sind die drei Optionen, die jetzt gerade auf dem Tisch liegen", betonte der Minister. "Möglicherweise gibt es noch eine vierte, über die ich jetzt nicht reden will."

Neun Jahre nach der Ankündigung des gemeinsamen Kampfjets hatten Deutschland und Frankreich am Montag nach langen Streitigkeiten das Ende des Vorhabens beschlossen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron seien "zu der geteilten Einschätzung gelangt, dass die Unternehmen beim Bau eines gemeinsamen Kampfflugzeuges nicht zusammenfinden", hieß es aus deutschen Regierungskreisen.

Quelle: ntv.de, AFP

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