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Werben um deutsche Investitionen Ägypten Präsident Al-Sisi in Berlin

Mit einem Besuch in Deutschland will der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi die politischen Beziehungen ausbauen und um deutsche Investitionen werben. Am Montag standen in Berlin zunächst Treffen mit Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sowie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf dem Programm.

Al-Sisi reiste zu der unter der deutschen G20-Präsidentschaft ins Leben gerufenen Konferenz "Compact with Africa" an, mit der die Bundesregierung reformorientierte Staaten unterstützt. Er war bereits am Sonntag eingetroffen, wie sein Präsidialamt mitgeteilt hatte.

Das Auswärtige Amt rief am Montag zur Verbesserung der Menschenrechtslage in Ägypten auf. Ein Sprecher nannte die Meinungsfreiheit in dem arabischen Land sowie die Arbeitsmöglichkeiten von Zivilgesellschaft und Nichtregierungsorganisationen. "Und wir sind insgesamt der Auffassung, dass Stabilität und ein erfolgreiches Vorgehen auch gegen Terrorismus verbunden sein muss mit gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Teilhabe der gesamten Bevölkerung", sagte der Sprecher. "Und vor diesem Hintergrund gestalten wir unsere Beziehungen mit Ägypten."

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hatte Ägypten schon bei einem Besuch im Oktober zur Achtung der Menschenrechte aufgerufen. Hintergrund war die harte Reaktion der ägyptischen Regierung auf Proteste im September, nach denen laut Menschenrechtsorganisationen Tausende Menschen festgenommen wurden. Die Demonstranten hatten auch den Sturz Al-Sisis gefordert.

Quelle: n-tv.de, dpa

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