Kurznachrichten

Seeetauglichkeit von "Sea Lion" Airbus weist Vorwürfe zurück

Airbus hat den Vorwurf zurückgewiesen, der für die Bundeswehr bestimmte Marine-Hubschrauber "Sea Lion" sei nicht seetauglich. "Der 'Sea Lion' wird selbstverständlich in Nord- und Ostsee auch im Such- und Rettungseinsatz eingesetzt werden können", sagte der Chef von Airbus Helicopters Deutschland, Wolfgang Schoder.

Der Hubschraubererfülle die nötigen Voraussetzungen für eine militärische Zulassung, die wie üblich im Rahmen der Truppenerprobung bei der Bundeswehr erfolgen werde. Zudem sei die Marineversion des NH90 seit mehreren Jahren zuverlässig in Frankreich, Italien, Niederlande, Norwegen und Belgien unter anderem im Rettungseinsatz.

Der "Spiegel" hatte über ein internes Bundeswehr-Gutachten berichtet, wonach der "Sea Lion" laut international gültigen Bestimmungen nur die Flugleistungsklasse 3 erreiche und damit nicht unter schwierigen Bedingungen wie über der Nord- oder Ostsee eingesetzt werden dürfe. Nach Angaben von Airbus handelt es sich dabei jedoch um eine rein zivile Klassifikation.

Der Konzern präsentiert am kommenden Freitag in München seine Jahresbilanz. Der Haushaltsausschuss des Bundestags soll voraussichtlich in der kommenden Woche über den Kauf von 18 "Sea Lion" für die Bundeswehr entscheiden. Die Umstellung auf den neuen Helikopter wird laut Vorlage knapp 1,4 Milliarden Euro kosten. Das Geschäft ist umstritten: Die Grünen werfen der Regierung vor, nicht hart genug mit Airbus verhandelt zu haben. Zudem hatte die Marine ursprünglich für die Beschaffung eines anderen Hubschraubers votiert.

Quelle: n-tv.de, rts