Kurznachrichten

Ermittler nehmen zehn Verdächtige fest Albino-Frau wird Opfer von tödlichem Aberglauben

In Malawi sind nach dem Mord an einer Albino-Frau zehn Verdächtige festgenommen worden. Die Männer hätten die 21-Jährige auf eine Farm verschleppt und getötet, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Anschließend hätten sie der Leiche mehrere Knochen entnommen, um sie zu verkaufen.

Hauptverdächtiger sei ein Onkel der Ermordeten. Albinos gelten in Teilen Afrikas als Glücksbringer und Vorboten von Reichtum. Selbsternannte Medizinmänner verwenden trotz eines offiziellen Verbotes die Körperteile von Menschen mit dem auffälligen Pigmentmangel für ihre Rituale.

Körperteile werden für umgerechnet hunderte von Euro verkauft, eine ganze Leiche für mehrere zehntausend Euro. Erst vor drei Wochen war in Malawi ein zweijähriges Albino-Mädchen ermordet worden.

Zwei Verdächtige wurden verhaftet, darunter der Vater des Kindes. Eine Expertenkommission der Vereinten Nationen hält sich derzeit in dem südostafrikanischen Staat auf, um die Angriffe auf Albinos zu untersuchen.

Quelle: ntv.de, AFP

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