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Mindestens zehn Menschen getötet Angriff auf Zivilisten in Nigeria

Bei einem Angriff mutmaßlich islamistischer Terroristen in der Hauptstadt des Bundesstaates Borno im Nordosten Nigerias sind nach Behördenangaben mindestens zehn Menschen getötet worden.

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(Foto: dpa)

Angreifer hätten Maiduguri am Dienstagabend beschossen, sagte der Gouverneur von Borno, Babagana Zulum, am Mittwoch. Rund 40 Menschen seien verletzt worden. Ein Einwohner einer der betroffenen Stadtteile, Yusuf Haruna, sagte, unter den Todesopfern seien mehrere Kinder gewesen.

Wer hinter dem Angriff steckte, war zunächst unklar. Allerdings terrorisieren die Miliz Boko Haram sowie die Splittergruppe ISWAP, der Westafrika-Ableger des Islamischen Staats (IS), seit Jahren den Bundesstaat Borno. Sie verüben immer wieder Selbstmordanschläge und Angriffe mit Schusswaffen in Maiduguri, in der mehr als zwei Millionen Menschen leben. Allerdings wurde die Stadt erst einmal mit Granaten angegriffen, wie am Dienstag. Zulum drückte sich über diese Taktik besorgt aus. "Ich glaube, das ist eine neue Entwicklung, die wir stoppen müssen", sagte er.

Die Terrorgruppen haben bislang in Nigeria sowie den angrenzenden Ländern nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks fast 2,4 Millionen Menschen in die Flucht getrieben.

Quelle: ntv.de, dpa

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