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"Rezessionsangst vertrieben" Anleger bewerten Konjunktur in der Euro-Zone überraschend positiv

Anleger blicken am Jahresende überraschend optimistisch auf die Konjunktur in der Euro-Zone. Das Barometer stieg im Dezember um 5,2 auf plus 0,7 Punkte, wie die Investment-Beratungsfirma Sentix am Montag zu ihrer monatlichen Umfrage unter mehr als 1100 Anlegern und Analysten mitteilte.

Ökonomen hatten hingegen mit einem leichten Eintrübung gerechnet. Die Lage wurde so positiv bewertet wie seit Juli nicht mehr, die Aussichten sogar so gut wie zuletzt im März 2018. Dies deute darauf hin, "dass das Rezessionsgespenst in Euroland vertrieben ist", sagte Sentix-Geschäftsführer Patrick Hussy.

"Immer mehr setzt sich die Meinung im Investorenlager durch, dass das Schlimmste für die Konjunktur in Euroland überstanden ist und Impulse von Notenbank und der Politik in den kommenden Monaten die Wirtschaft beleben." Viele Anleger setzten darauf, dass die Staaten mehr investieren und so die Konjunktur beleben helfen.

Auch das Barometer für Deutschland zeigt nach oben: Es kletterte von minus 6,5 auf minus 1,4 Punkte, womit der beste Wert seit einem halben Jahr erreicht wurde. Sentix macht dafür die Belebung der Nachfrage in vielen Regionen Asiens mitverantwortlich. Dadurch kletterten die Konjunkturerwartungen für Deutschland auf den höchsten Wert seit fast zwei Jahren. "Als ehemaliger Export-Weltmeister war das Land zuletzt besonders von Problemen im Welthandel betroffen", sagte Hussy. "Da sich nun eine Trendwende bestätigt, bedeutet dies automatisch Entspannung für die deutsche Wirtschaft."

Quelle: ntv.de, rts

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