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"Eine Stunde Menschen ermordet" Anschlag in Hanau: Bundestag-Innenpolitiker hinterfragen Polizeieinsatz

Innenpolitiker fragen nach dem mutmaßlich rassistischen Anschlag in Hanau, warum der Täter so lange ungehindert quer durch die hessische Stadt fahren konnte.

Sie wollen wissen, wie es sein konnte, "dass der Täter insgesamt eine Stunde Menschen ermordet hat", ohne dass sich ihm ein Polizist in den Weg gestellt habe, sagte die Grünen-Bundestagsabgeordnete Filiz Polat am Donnerstag in Berlin vor Beginn einer Sondersitzung des Innenausschusses. Die Sitzung begann mit einer Gedenkminute für die Opfer des Anschlags.

Abgeordnete der Union regten an, zu prüfen, ob die Vorschriften zur Kontrolle von Waffenbesitzern in den Ländern richtig umgesetzt werden. Der 43-jährige Tobias R. hatte am Mittwochabend vergangener Woche an verschiedenen Orten und auf der Fahrt mit seinem Auto neun Menschen mit ausländischen Wurzeln, seine Mutter und schließlich sich selbst erschossen. Er besaß eine Waffenerlaubnis.

Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Mathias Middelberg (CDU), sagte, er sehe "eine ganz klare Mitverantwortung" der AfD für die rechtsextremistisch motivierten Anschläge der vergangenen Monate. Die Partei habe zu einer Radikalisierung in der Gesellschaft beigetragen und solle sich "nicht herausreden".

Tobias R. litt offensichtlich unter Wahnvorstellungen. Er hatte im November 2019 ein Schreiben an den Generalbundesanwalt geschickt, in dem er erklärte, er werde illegal überwacht.

Quelle: ntv.de, dpa

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