Kurznachrichten

IWH: Arbeitslosigkeit bleibt trotz Flüchtlingen niedrig

HALLE (dpa-AFX) - Das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) rechnet trotz einer steigenden Zahl arbeitslos gemeldeter Flüchtlinge mit einer anhaltend niedrigen Arbeitslosenquote in Deutschland. Sie dürfte im Jahresdurchschnitt bei lediglich 5,6 Prozent liegen, sagten die Forscher in ihrer am Mittwoch veröffentlichten Frühjahrsprognose voraus.

Im vergangenen Jahr war die Quote erstmals seit der Wiedervereinigung unter die Sechs-Prozent-Marke gefallen. Auch für Ostdeutschland rechnet das IWH mit einer weiter sinkenden Arbeitslosigkeit. Im Jahresdurchschnitt sei eine Quote von 7,7 Prozent zu erwarten.

Für 2017 rechnen die Forscher mit einem Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent. Im nächsten Jahr dürfte es den Prognosen zufolge bei 1,6 Prozent liegen. Im vergangenen Jahr betrug das Plus 1,9 Prozent. Dabei dämpfe nicht eine schwächere Konjunktur die Zuwachsrate, sagte IWH-Vizepräsident Oliver Holtemöller. Vielmehr werde sie wegen einer geringeren Zahl an Arbeitstagen niedriger ausfallen als noch 2016. Wichtigste Konjunkturstütze bleibe die Binnennachfrage, hieß es. Insbesondere das Baugewerbe werde mit Blick auf die anhaltend günstigen Finanzierungsbedingungen weiter kräftig wachsen.

Quelle: ntv.de

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