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Österreich: Wichtiger Schritt Atomwaffenverbotsvertrag tritt am Freitag in Kraft

Eine Welt ohne Atomwaffen ist nach Einschätzung Österreichs ein Stück näher gerückt.

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(Foto: dpa)

Das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrags am Freitag sei ein Schritt, der nicht unterschätzt werden dürfe, erklärte Außenminister Alexander Schallenberg in Wien. "Die heimtückischste Waffe, die die Menschheit je erfunden hat, ist ab dem heutigen Tag angezählt."

Österreich ist kein Nato-Mitglied und zählt zu den wenigen Ländern in Europa, die den Vertrag zur Ächtung der Nuklearwaffen unterzeichnet haben. Unter anderem lehnen die Atommächte den inzwischen von zahlreichen Staaten ratifizierten Vertrag ab und setzen weiterhin auf den abschreckenden Charakter ihres Arsenals.

"Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir schrittweise weitere Staaten dazugewinnen werden", sagte Schallenberg. In jüngster Vergangenheit sei es vermehrt gelungen, auf das unkalkulierbare Risiko eines Atomwaffenunfalls oder einer Fehleinschätzung der Aktivitäten des Gegners hinzuweisen. Die Folgen wären jedenfalls verheerend. "Wir hatten in den letzten 75 Jahren schlicht und einfach Glück." Als Nato-Mitglied lehnt auch Deutschland den Vertrag ab.

Quelle: ntv.de, dpa

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