Kurznachrichten
Mittwoch, 13. Juli 2016

Unruhen in Burundi: Attentat tötet Ex-Regierungssprecherin Hafsa Mossi

Burundis frühere Informationsministerin und Regierungssprecherin Hafsa Mossi ist ermordet worden. Die Politikerin der regierenden Partei CNDD-FDD von Präsident Pierre Nkurunziza wurde am Mittwochvormittag von "zwei Verbrechern in einem Fahrzeug" im Osten der Hauptstadt Bujumbura erschossen, wie die Polizei mitteilte.

Die frühere Journalistin gehörte als Abgeordnete der Versammlung der Ostafrikanischen Gemeinschaft an, einem Regionalparlament mit Sitz im tansanischen Arusha. Die Bewerbung von Präsident Nkurunziza für eine dritte Amtszeit hatte in Burundi zu monatelangen heftigen Protesten geführt und das kleine ostafrikanische Land an den Rand des Bürgerkriegs gebracht.

Mehr als 500 Menschen wurden bei den Unruhen getötet und 270.000 Einwohner zum Verlassen des Landes gezwungen. Letztlich war Nkurunziza aber mit dem Versuch erfolgreich, sich eine dritte Amtszeit zu sichern. Seit dem Beginn der Krise im April 2015 wurden mehrere hochrangige Offiziere aus dem Umfeld des Präsidenten ermordet, doch ist Mossi die erste wichtige Politikerin, die einem Attentat zum Opfer fällt.

Mossi war von 2005 bis 2007 Informationsministerin und Regierungssprecherin, galt aber nicht als Vertreterin des radikalen Flügels der Regierungspartei. Zu ihrem Tod wurde eine Untersuchung eingeleitet.

Quelle: n-tv.de

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