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Hackerangriffe auf Unternehmen BKA und LKA durchsuchen Wohnungen in Calw und Soltau

Wegen mutmaßlicher Onlineangriffe auf Unternehmen haben Ermittler die Wohnungen von zwei jungen Männern aus Baden-Württemberg und Niedersachsen durchsucht. Dabei beschlagnahmten die Einsatzkräfte des Landeskriminalamts Schleswig-Holstein und des Bundeskriminalamts (BKA) nach eigenen Angaben mehrere Datenträger.

Ein Mann sitzt am Rechner und tippt auf einer Tastatur. Foto: Nicolas Armer/dpa/Symbolbild

(Foto: Nicolas Armer/dpa/Symbolbild)

Den 16 und 20 Jahre alten Beschuldigten wird Computersabotage in mindestens zwölf Fällen ab Juli 2019 vorgeworfen. Unter anderem konnten Kunden infolge der Angriffe Internetanschlüsse, Webseiten und Onlinebankingsysteme mehrere Tage lang nicht nutzen, wie die Ermittler weiter erklärten. Betroffen sind demzufolge mehrere Unternehmen, unter anderem Freenet und die Deutsche Kreditbank. Offenbar seien die Taten durch Langeweile und Einsamkeit motiviert gewesen, hieß es. Derzeit wird von einem Schaden in siebenstelliger Höhe ausgegangen.

Der 20-Jährige aus Calw ist wegen Computerbetrugs bereits polizeibekannt. Der 16-jährige Beschuldigte aus Soltau habe sich unter Pseudonym in sozialen Netzwerken zu den Taten bekannt. Neben Computersabotage wird ihm gewerbsmäßige Erpressung vorgeworfen. Er soll im April 2019 zahlreiche Router von Telekommunikationsfirmen in Nigeria und deren Kunden lahmgelegt und für die Entsperrung Bitcoins im Wert von jeweils rund hundert Euro gefordert haben.

Bislang gehen die Ermittler davon aus, dass die beiden Beschuldigten die Taten gemeinsam begingen. Ob weitere Täter beteiligt waren, soll die Auswertung der beschlagnahmten Datenträger zeigen.

Quelle: ntv.de, AFP

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