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Spendenaffäre vor Parlamentswahl Britische Liberale gerät unter Druck

Knapp acht Wochen vor der Parlamentswahl in Großbritannien macht eine Spendenaffäre den mitregierenden britischen Liberaldemokraten zu schaffen. Der "Daily Telegraph" berichtete, dass ein für die Spendenbeschaffung zuständiges Parteimitglied eine "potenziell illegale Parteispende" angenommen habe. Der beschuldigte Ibrahim Taguri verließ daraufhin die Partei und will nun als unabhängiger Kandidat ins Parlament einziehen. Die Tageszeitung hatte einen Journalisten getarnt als indischen Geschäftsmann mit Taguri in Kontakt gebracht. Dieser habe erklärt, wie der vermeintliche Großspender vermeiden könne, dass die Spende öffentlich werde. Nach britischen Parteirecht muss jede Parteispende über 7500 Pfund (rund 10 600 Euro) bekanntgegeben werden. Außerdem habe der Liberale in Aussicht gestellt, dass Spenden "Türen öffnen" könnten.

Taguri bestreitet die Vorwürfe. Auch der Parteivorsitzende Nick Clegg nannte sie im Londoner Radiosender LBC "komplett unwahr". Die Liberalen sind als Koalitionspartner der Konservativen derzeit an der britischen Regierung beteiligt.

Quelle: ntv.de, dpa

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