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Verteidigungsetat Bundeswehrverband fordert Aufstockung

Der Bundeswehrverband fordert eine deutliche Anhebung des Verteidigungsetats. «Es ist für mich eindeutig, dass man die Verteidigungsausgaben erhöhen muss, nicht nur aufgrund der aktuellen Mängel, sondern auch mit Blick auf die Beschlüsse des Nato-Gipfels», sagte Verbandsvorsitzender André Wüstner am Mittwoch im Bayerischen Rundfunk. Mittelfristig müsse der Wehretat auf «mindestens 35 bis 36 Milliarden Euro» aufgestockt werden, erläuterte er im ARD-Morgenmagazin.

Die Nato hatte sich bei ihrem Gipfel in Wales am vergangenen Freitag zum Ziel gesetzt, die Verteidigungsausgaben in den nächsten zehn Jahren auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen. Deutschland liegt derzeit bei 1,3 Prozent.

Wüstner plädierte dafür, die Ausstattung der Bundeswehr am sicherheitspolitischen Bedarf auszurichten. «Wenn man momentan sieht, was in der Welt los ist (...), in der Ukraine, dem Irak, aber auch in Mali und Afghanistan, dann muss man auch sehen: Sicherheit und Freiheit muss uns etwas wert sein, und wir müssen in eine gemeinsame Sicherheitsarchitektur investieren», sagte er im BR.

Quelle: n-tv.de, dpa

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