Kurznachrichten

Bei "extrem abscheulichen" Taten China bestraft Korruption mit Todesstrafe

In China droht korrupten Beamten und Politikern künftig die Todesstrafe. Der Oberste Volksgerichtshof und die Generalstaatsanwaltschaft erklärten, dass bei Schmiergeldzahlungen oder Unterschlagung von mehr als drei Millionen Yuan (410.000 Euro) eine Hinrichtung möglich sei.

In China läuft seit dem Amtsantritt von Präsident Xi Jinping im Frühjahr 2013 eine Kampagne gegen Korruption, die auf allen Ebenen des Staates grassiert. Hinrichtungen wegen Korruption sollen laut der von der Nachrichtenagentur Xinhua verbreiteten Erklärung künftig erfolgen, wenn die Tat "extrem abscheuliche soziale Auswirkungen und extrem bedeutende Verluste für die Interessen des Staates und des Volkes hat".

Laut Xinhua ist das Ziel der Justiz, Korruption "mit der Schärfe des Gesetzes" zu bestrafen. Xis Vorgehen gegen Korruption hat in den vergangenen Jahren dutzende hohe Vertreter von Partei, Militär, Regierung und staatlichen Betrieben getroffen, darunter Chinas früheren Sicherheitschef Zhou Yongkang. Bisher wurde jedoch, soweit bekannt, niemand wegen Korruption hingerichtet. Der Oberste Volksgerichtshof weitete auch die Liste der Delikte aus, die als Bestechung gewertet werden, darunter die Abschreibung von Schulden.

Quelle: n-tv.de, AFP

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