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Computer Soziale Netzwerke: So gelingt der Auftritt

Berlin (dpa/tmn) - Die Hamburgerin Kixka Nebraska berät Kunden bei ihrem Auftritt im sozialen Netzwerk. Im Interview verrät sie, worauf Netzwerker achten sollten und wovon man besser die Finger lässt.

Was ist beim Start in einem sozialen Netzwerk zu beachten?

Kixka Nebraska: «Jedes Netzwerk hat ganz unterschiedliche Gepflogenheiten. Man sollte sich da nicht verzetteln. Besser ist es, sich auf ein Netzwerk zu konzentrieren, in dem sich die Hauptzielgruppe befindet und in dem man die besten Kontakte erwartet. Man muss sich Zeit lassen, bis man sich dort sicher bewegen und dann anfangen kann, die Fühler auszustrecken. Zuerst hat man das Gefühl, in einen leeren Raum hineinzurufen. Dann gibt es auf einmal doch Reaktionen und es stellt sich die Frage: Wie gehe ich damit um? Die hohe Kunst eines sinnvollen Umgangs mit sozialen Netzwerken besteht darin, dass man diese nicht als Zeitkiller erlebt. Dafür muss man das persönliche Zeitmanagement so gestalten, dass man Zeit für die Beobachtung auf der Plattform und für Antworten einplant.»

Wie wähle ich ein Foto für das eigene Profil aus?

Kixka Nebraska: «Als Profilbild kann man eine anspruchsvolle Amateuraufnahme verwenden. Wichtig ist, dass die technische Qualität stimmt und dass der Ausschnitt richtig gewählt ist. Das Foto muss keinen erkennungsdienstlichen Maßstäben gerecht werden. Auch Business-Bilder mit Anzug und Schlips sind völlig austauschbar und bieten keinen Wiedererkennungswert. Schließlich beschränkt sich die Wahrnehmung im Livestream zunächst oft nur das ein mal ein Zentimeter kleine Quadrat. Das Bild muss deswegen kontrastreich und auch in diesem kleinen Format unverwechselbar sein. Das Standard-Profilbild sollte man plattformübergreifend verwenden. Weil die Leserichtung von links nach rechts geht, sollte auch der Blick im Profilfoto dieser Richtung folgen. Möglich ist auch ein frontaler Blick. Wenn aber die Blickrichtung nach links geht, wirkt das schnell arrogant oder zumindest irritierend.»

Wie viel sollte man über sich preisgeben?

Kixka Nebraska: «Bei den schriftlichen Informationen ist alles komplett entbehrlich, was Politik, Religion oder den Beziehungsstatus angeht. Ich empfehle daher, diese Felder leer zu lassen. Diese sehr privaten Informationen gehen niemand etwas an. Ganz wichtig ist aber der Bereich "Über mich". Hier lohnt es sich etwa bei Xing, zwei bis drei komprimierte Absätze zu formulieren. Bei manchen Google-Profilen stehen da ganze Romane. Das Netz hat die Aufmerksamkeitsspanne aber sehr verkürzt. Weil die Inhalte in den Netzwerken auf die Suchmaschinen optimiert sind, sollte man sich überlegen, welches die richtigen Begriffe sind, damit man gefunden wird. Man sollte auch im Netz aufrichtig sein, und die eigene Persönlichkeit zum Ausdruck bringen, aber nie zu privat werden. Man kann sich auch in geschützten Bereichen nie sicher sein, wer dann doch einen Screenshot anfertigt und dies weiter verbreitet.»

Quelle: n-tv.de, dpa