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Zwei weitere Wochen Corona-Notstand in Tokio verlängert

Die Olympia-Stadt Tokio bleibt für zwei weitere Wochen im Corona-Notstand. Diese Entscheidung der japanischen Regierung verkündete Ministerpräsident Yoshihide Suga am Freitag, weil die medizinische Versorgung im Großraum der Millionenstadt noch immer stark durch Corona-Patienten belastet sei. Der am 7. Januar verhängte Notstand für Tokio und drei Nachbar-Präfekturen gilt nun bis mindestens 21. März. Eigentlich sollten die Maßnahmen am Sonntag beendet werden.

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(Foto: imago images/Kyodo News)

Tokio ist im Sommer Gastgeber für die Olympischen Spiele und die Paralympics. Die Spiele waren wegen der Corona-Krise um ein Jahr verschoben worden. In Tokio war die Zahl der Neuinfektionen zuletzt deutlich gesunken. Japan ist deutlich besser durch die Pandemie gekommen als viele andere Länder. Dennoch hatte sich Tokios Gouverneurin Yoriko Koike besorgt gezeigt, dass ein Ende des Notstands zu einem neuerlichen Anstieg der Coronafälle führen könnte.

Regierungschef Suga, der wegen seiner Corona-Politik stark in der Kritik steht, sagte im Parlament: "Ich werde alles tun, um ein erneutes Wachstum der Neuinfektionen und einen weiteren Notstand zu verhindern."

Ein Lockdown ist der verlängerte Notstand nicht: Restaurants und Bars sollen ab 19.00 Uhr keinen Alkohol ausschenken und schon um 20.00 Uhr schließen. Die Bürger sind aufgerufen, zu Hause zu bleiben und vor allem nicht nach 20.00 Uhr auszugehen. Firmen sollen Heimarbeit ermöglichen. Zu größeren Veranstaltungen in Kultur und Sport sind höchstens 5000 Zuschauer zugelassen.

Quelle: ntv.de, dpa

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