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50 Euro pro Monat steuerfrei DGB schlägt Steuerbonus für Heimarbeit vor

Der Deutsche Gewerkschaftsbund und der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine haben einen Steuerbonus für die Arbeit im Home Office vorgeschlagen.

Millionen von Beschäftigten arbeiteten in diesen Wochen von zu Hause aus - die damit zwangsläufig entstehenden Belastungen könnten nach den derzeit geltenden Regeln von der überwiegenden Mehrzahl aber nicht steuerlich geltend gemacht werden, heißt es in einem Brief an Bundesfinanzminister Olaf Scholz.

Es seien zusätzliche Kosten beispielsweise für Energie oder Telekommunikation zu schultern, die Beschäftigte aber nicht ohne weiteres ersetzt bekämen, heißt es im Brief. Nur vergleichsweise wenige Beschäftigte könnten auf ein Arbeitszimmer zurückgreifen, das ausschließlich für berufliche Zwecke genutzt werde und daher steuerlich absetzbar sei.

Konkret schlagen der DGB und der Bundesverband vor: Arbeitgeber sollten ihren Beschäftigten einen von der Einkommensteuer befreiten pauschalen Auslagenersatz für angeordnetes oder empfohlenes häusliches Arbeiten in Höhe von 50 Euro pro Monat gewähren. Die Pauschale solle rückwirkend ab März gezahlt werden. Alternativ könnten Beschäftigte als Werbungskosten bei der Einkommensteuererklärung einen Freibetrag von 50 Euro pro Monat ansetzen. Der Freibetrag könne nicht zusätzlich neben den Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer geltend gemacht werden.

Quelle: ntv.de, dpa

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