Kurznachrichten

"Grund zur Sorge, jedoch nicht zur Panik" De Maiziere äußert sich zu Terrorgefahr in Deutschland

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat sich zu den Sorgen um die terroristische Bedrohung geäußert. Dabei rief er zur Wachsamkeit auf, warnte jedoch zugleich vor Panikmache. "Die deutschen Sicherheitsbehörden unternehmen alles, um die Bevölkerung wirksam zu schützen", sagte er am Freitag in Berlin. "Dass man nicht jede Maßnahme sieht oder nicht offen über sie spricht, ist dabei sicher verständlich."

Die jüngsten Terroranschläge in Paris und anderswo seien Anlass, um wachsam zu sein und besonnen zu handeln. Der Ressortchef betonte erneut: "Die Lage ist ernst, es besteht Grund zur Sorge und Vorsorge, jedoch nicht zu Panik und Alarmismus." Aus dem Innenministerium hieß es, die deutschen Sicherheitsbehörden erreiche derzeit eine Vielzahl von Hinweisen aus unterschiedlichen Richtungen. Dies sei die typische Folge von Ereignissen wie nun in Paris. "Die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern bewerten jeden dieser Hinweise mit größter Sorgfalt und gehen jedem ernstzunehmendem Anhaltspunkt mit Hochdruck nach", hieß es.

Die jüngsten Einsätze gegen Terrorverdächtige wie zuletzt in Wolfsburg und Berlin seien ein Beleg dafür, dass Deutschland eine wehrhafte Demokratie sei, die ihre Gegner mit allen rechtsstaatlichen Mitteln bekämpfe. In Berlin hatte die Polizei am Freitag zwei Männer festgenommen, die die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unterstützt haben sollen. Am Donnerstag war in Wolfsburg ein Deutsch-Tunesier festgenommen worden, der sich dem IS angeschlossen haben soll.

Quelle: n-tv.de, dpa