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Kooperation mit IT-Wissenschaft vereinbart Deutsche Industrie setzt auf "Big Data"

Angesichts der Dominanz amerikanischer IT-Konzerne bündeln deutsche Unternehmen und Wissenschaftler ihre Kräfte. Industrie- und IT-Konzerne riefen unter dem Dach des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) dazu ein Forschungsprojekt ins Leben. So sollen die Forscher Daten aus der Industrie auswerten, um etwa Sensoren zur besseren Wartung von Maschinen zu entwickeln.

Die Technologiekonzerne sind überzeugt, dass Deutschland dank seiner starken Industrie in dieser Sparte die Nase vorn hat und die Konkurrenz, vor allem aus den USA, auf Abstand halten kann. "Die Amerikaner haben bei der Consumer-IT gewonnen - wir können mit der Industrie-IT gewinnen", sagte der Co-Vorstandschef von SAP, Jim Hagemann Snabe, zum Projektstart in Karlsruhe. Nach den Worten von Software-AG-Chef Karl-Heinz Streibich ist dies "vielleicht die letzte Chance, eine weltweite Plattform zu bieten".

Die IT-Branche setzt auf "Big Data" - die Analyse enormer Datenmengen - als gewinnbringende Zukunftstechnologie. Datenschützer sehen die Analyse von Massendaten dagegen kritisch. Aus der Masse an Informationen sollen die Forscher zusammen mit den Firmen nützliche Anwendungen erkunden. Daten stellen Industriegrößen wie Volkswagen, Siemens oder Bosch zur Verfügung. DieSoftware dazu liefern SAP und sein kleinerer Konkurrent, die Software AG.

Das besondere an dem Vorhaben namens "Smart Data Innovation Lab" sei, dass konkurrierende Unternehmen an einem Strang zögen und sensible Daten den Forschern zugänglich machten, erklärte Wolf-Dieter Lukas vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung. Finanziert wird die Plattform von den Unternehmen. Einzelne Projekte könnten laut Lukas aber auch staatlich gefördert werden.

Quelle: n-tv.de, rts

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