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Notfallkriterien gefordert Deutschlands Städte bereiten sich auf Gasmangel vor

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(Foto: dpa)

Deutschlands Städte bereiten sich auf den Gasmangel vor. "Die Städte tun alles, um das Ausrufen der Notfallstufe zu vermeiden", erklärte am Dienstag der Städtetag in Berlin. Sie bereiteten sich aber gleichzeitig mit ihren Krisenstäben "bestmöglich" vor: mit Katastrophenschützern und Feuerwehren, Stadtwerken und Netzbetreibern, Krankenhäusern und Fachleuten aus Sozial- und Gesundheitsämtern.

Der Städtetag forderte, die Bundesnetzagentur müsse Kriterien für eine Reihenfolge beim Abschalten konkretisieren. "Darf die Wäscherei des Krankenhauses am Netz bleiben? Welche Unternehmen sind lebensnotwendig?" nannte der Vize-Präsident des Deutschen Städtetags, Ulf Kämpfer, Beispiele. An der Festlegung der Kriterien müssten Länder und Kommunen beteiligt werden, forderte Kämpfer (SPD), Oberbürgermeister von Kiel.

Verbandspräsident Markus Lewe, CDU-Oberbürgermeister in Münster, betonte: "Wir wollen alles tun, damit Schulen und Kitas selbst bei einer Gas-Mangellage nicht schließen müssen. Wir wissen auch um die Bedeutung von Kultur und Sport." Doch auch dort müsse durch verantwortungsvolles Handeln Energie gespart werden.

Lewe forderte ein "Sicherungsnetz" für die Stadtwerke von Bund und Ländern. Für die Stadtwerke sähen die Städte große Risiken durch die drastisch gestiegenen Energiepreise und eine erhebliche Zunahme von Zahlungsproblemen bei privaten Endkunden, Handwerksbetrieben oder Unternehmen. Sie könnten die stark gestiegenen Einkaufspreise trotz Umlage nicht einfach weiterreichen.

Quelle: ntv.de, AFP

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