Kurznachrichten

Todesfälle in Lager auf Lesbos Drei Flüchtlinge binnen einer Woche gestorben

Auf der griechischen Ägäisinsel Lesbos ist in einem Flüchtlingslager der dritte Tote in weniger als einer Woche gefunden  worden. Nach Polizeiangaben warteten die Behörden auf einen Bericht von Rechtsmedizinern zu den drei Todesfällen im Lager Moria. Am 24. Januar waren ein 20-jähriger Ägypter, am 28. Januar ein 46-jähriger Syrer tot aufgefunden worden.

Bei dem nun entdeckten Toten soll es sich um einen etwa 20 Jahre alten Pakistaner handeln. Die in dem Lager tätige Hilfsorganisation Ärzte der Welt erklärte, sie habe wegen der dortigen "schlechten Lebensbedingungen" seit langem auf die "ernsthaften Gefahren für das Leben und die Gesundheit" der dort lebenden Menschen hingewiesen.

Die menschenunwürdigen Verhältnisse in dem völlig überfüllten Lager hatten sich infolge der verheerenden Kältewelle mit Schnee und Eis seit Ende Dezember weiter verschlimmert. Die stellvertretende Leiterin der Menschenrechtsorganisation Amnesty International für Europa, Gauri van Gulik, sprach von "schrecklichen" Bedingungen in Moria.

Sie forderte die griechischen Behörden auf, die in Zelten lebenden Flüchtlinge umgehend in bessere Unterkünfte auf das Festland zu bringen.

Quelle: ntv.de, AFP

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