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Kampf gegen Preisverfall EU-Kommission: Gut 200 000 Tonnen Olivenöl in EU eingelagert

Im Kampf gegen den Preisverfall bei Olivenöl wurde in der EU in den vergangenen Monaten gut ein Viertel des gesamten Bestands eingelagert.

Zu Beginn des Wirtschaftsjahres 2019/2020 wurden unter dem aktuellen Programm gegen das Überangebot insgesamt 213 500 Tonnen (27 Prozent) zurückgehalten, wie die EU-Kommission am Donnerstag mitteilte. Die Brüsseler Behörde hatte angesichts des Preisverfalls von Olivenöl im November einem Hilfsprogramm zugestimmt, unter dem große Mengen des Öls mit finanzieller Unterstützung der EU von privaten Marktteilnehmern eingelagert werden sollten. So sollte das Überangebot sinken.

Das vierte und letzte Ausschreibungsverfahren sei nun mit einem Höchstpreis von 83 Cent pro Tonne und Tag für extra natives und natives Olivenöl sowie für Lampant-Olivenöl beendet worden, teilte die EU-Kommission mit. Die betroffenen 41 600 Tonnen müssten nun mindestens 180 Tage gelagert werden. "Es ist zu früh, die gesamten Auswirkungen der Unterstützung zu sehen, aber erste Zeichen der Preiserholung sind bereits sichtbar", sagte EU-Landwirtschaftskommissar, Janusz Wojciechowski.

Die EU ist weltweit führend bei der Herstellung, dem Konsum und dem Export von Olivenöl. Seit 2013 produzierte und exportierte die Staatengemeinschaft nach Angaben der EU-Kommission durchschnittlich gut zwei Drittel des weltweiten Olivenöls. Spanien ist der wichtigste Olivenöl-Produzent, gefolgt von Italien, Griechenland und Portugal.

Quelle: ntv.de, dpa

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