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Krebserregende Stoffe am Arbeitsplatz EU-Kommission führt neue Chemie-Grenzwerte ein

Die EU-Kommission will Arbeitnehmer zukünftig besser vor krebserregenden Stoffen am Arbeitsplatz schützen. Für 13 bedrohliche Chemikalien sollen Grenzwerte eingeführt, beziehungsweise angepasst werden.

Eine bestehende EU-Richtlinie solle dementsprechend ergänzt werden. Damit die Änderungen bindend werden, müssen das Europaparlament und die EU-Staaten noch zustimmen. "Mit diesem Vorschlag werden wir in den kommenden 50 Jahren 100.000 Menschenleben retten", sagte die zuständige EU-Kommissarin Marianne Thyssen.

20 Millionen Arbeiter in Europa sind demnach zumindest einer dieser potenziell schädlichen Substanzen ausgesetzt. Unter den erfassten Stoffen finden sich etwa Chrom-Verbindungen, die zum Beispiel im Chemiesektor eine Rolle spielen, und Quarzfeinstaub, der unter anderem im Bergbau anfällt und als Auslöser von Lungenkrebs gilt.  

Laut EU-Kommission ist Krebs in Europa die häufigste arbeitsbedingte Todesursache. 53 Prozent aller arbeitsbedingten Todesfälle sind demnach darauf zurückzuführen.

Quelle: ntv.de, dpa

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