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Klarere Ursprungshinweise EU-Länder fordern genauere Kennzeichnung von Honig

Nach Europa importierter Honig soll nach einem Vorschlag von 16 EU-Ländern genauer gekennzeichnet werden, um hiesige Imker vor Billigkonkurrenz zu schützen. Auch Agrarministerin Julia Klöckner unterstützte den Vorstoß am Montag in Brüssel grundsätzlich.

Hintergrund sind die großen Preisunterschiede. Importhonig aus Drittstaaten sei oft viel billiger, heißt es in der Vorlage der 16 Staaten. "Wegen höherer Produktionskosten können EU-Hersteller kaum mit importiertem Honig konkurrieren." Dafür lege die EU jedoch Wert auf hohe Umwelt- und Qualitätsstandards.

Bisher gilt für die Kennzeichnung: Wenn Honig aus der EU mit Importhonig etwa aus China vermengt wird, muss dies nur allgemein auf der Verpackung angegeben sein als "Mischung von Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern". Theoretisch können kleine Mengen EU-Honig mit einem Großteil billiger Importe vermengt werden, ohne dass Verbraucher dies genau nachvollziehen können. Die Länder fordern von der EU-Kommission einen Vorschlag für klarere Hinweise auf den Ursprung gemischten Honigs.

Quelle: ntv.de, dpa

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